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In Company

Nach “Writing in Restaurants Eiscafés” habe ich gestern und heute mal was anderes ausprobiert: Schreiben in Gesellschaft – konkret Meikes, die selbst eine Hausarbeit zu schreiben hatte.

Klönen, essen und bei-dem-geilen-Wetter-rausgehen haben uns zwar etwas aufgehalten, aber letztendlich war das trotzdem sehr produktiv, und ich habe jetzt, mit etwas Nacharbeit auf der Heimfahrt und noch ganz kurz zu Hause, die geplanten Szenen geschrieben und muss sie nur noch in das Drehbuch einarbeiten.

Ich wusste ja

dass Quentin Tarantino sich in seinen Drehbüchern einen Scheiß um Rechtschreibung schert,* aber bitte sage mir jemand, dass er hier nicht meint:

basterds

“Barvia” hätte ich ja sonst noch verkraften können.

PS, 14:20: Obwohl, vielleicht ist es auch einfach eine Rechtschreibschwäche (S. 29):

basterds2

PPS, 6. April: Ich bin seit “Kill Bill Vol. 1” zwar ohnehin von jeglichen Ambitionen geheilt**, mir noch mal einen Tarantino-Film anzugucken, wollte aber der Vollständigkeit halber noch erwähnen, dass ich “Inglourious Basterds” auf Basis der Drehbuchlektüre mit jeder Faser meines Herzens verabscheue. (Und das nicht wegen der desaströsen Rechtschreibung.) Das Ende, muss ich zugeben, ist allerdings … kühn.

  1. * Und das Beispiel hier folgt nach 18 Seiten “Heer Colonel”, was wohl “Herr Oberst” heißen soll, insofern bin ich schon einiges gewohnt. ^
  2. ** Deshalb, liebe Filmindustrie, ist Euch durch das geleakte Drehbuch auch kein potentieller Zuschauer durch die Lappen gegangen. ^

Musikalische Spätbildung

Ich möchte nur mal kurz kundtun, dass

I can remember when this was the future

ein ganz wundervoller erster Satz für einen Song ist.

Goldfischglas

Manchmal trete ich mit etwas Verwunderung einen Schritt neben mich und schüttle den Kopf über mich selbst.

Zum Beispiel, wenn ich feststelle, dass ich nur sehe, ob jemand gerade im ICQ bzw. Skype online ist, aber nicht erkennen kann, ob er oder sie gerade wirklich am Rechner ist bzw. wo sie oder er sich mit dem Rechner gerade aufhält.

“Wie altmodisch ist das denn?!” denke ich dann kurz, komme ins Stocken, denke an Isaac Asimovs wundervolle Kurzgeschichte “The Dead Past”,* schüttle wie gesagt den Kopf über mich – und frage mich, ob das eigentlich noch so lange hin ist.

  1. * Wer will, findet in der Wikipedia eine Zusammenfassung, die dann auch gleich den Titel dieses Eintrags erklärt. ^

Keine Sau

würde es mir glauben, wenn ich es nicht fotografiert hätte:

Partyschwein

gestern hier vorm Waschsalon

Walsrode, wir kommen

Wenn man am Sonntag um 8:50 mit allen Kollegen vor der verschlossenen Tür der Firma am steht, weil der Wachmann noch nicht da ist um aufzuschließen; es nieselt fröhlich vor sich hin; alle sind innerlich eigentlich noch im Bett; keiner hat Bock; die meisten beneiden Victor, der als einziger die Voraussicht hatte, sich einen Kaffee zu kaufen …

… dann fühlt sich das irgendwie an wie morgens vorm Schulausflug, merkte ich gerade.

(Kann natürlich auch damit zu tun haben, dass mir das Thema Schule die letzten Tage immer mal wieder hochkommt. [Und ich bin mir bewusst, dass "hochkommen" doppeldeutig ist.])

(Für Zugereiste: Vogelpark Walsrode)

Wenn der Google Reader

neben eine (17) anzeigt – ich also seit zweieinhalb Wochen keine Zeit mehr hatte, den täglichen DRB-Post zu würdigen – dann hilft das vielleicht zu verstehen, wie wenig Zeit ich momentan habe und ermöglicht Euch hoffentlich zu verzeihen, dass das Blog hier gerade vollkommen brach zu liegen scheint.*

(Und, ja, ich schreibe das hier gerade auf der Arbeit. Am Samstag. Um viertel vor zehn.)

  1. * Dass sich da rechts bei den zuletzt geguckten Filmen praktisch nichts mehr ändert, ist übrigens kein Zeichen dafür, dass ich das Blog gar nicht mehr beachte, sondern nur ein weiterer Ausdruck meines Zeitmangels. Wenigstens habe ich gestern, die am 17. Januar begonnene zweite Folge von (alias ) zu Ende geschaut. ^

Tiere im Zoo

… leben oftmals in unzumutbaren hyänischen Umständen. </kalauer>

Burn, Baby

Der Lukas hat “Nick and Norah’s Infinite Playlist” gesehen* und eine nur so mittelmotivierende Kritik geschrieben. In einer bezeichnet er dabei Mix-CDs als “bizarren Anachronismus”, und dem muss ich mal energisch widersprechen, weil ich zufälligerweise gerade neulich zu der eigentlich völlig zusammenhangslosen Erkenntnis kam,** dass eben genau Mix-CDs die legitimen Nachfolger der Mixtapes sind und keineswegs Playlists, wie sowohl Lukas als auch der Filmtitel vorschlagen. (Der Film selbst anscheinend nicht.)

In eigentlich allen mir bekannten Haushalten kann man CDs “mal eben so” auflegen und dann durch die besten vorhandenen Boxen hören. Playlisten laufen über , Laptop-Squeaker oder Kopfhörer. Ich habe höchsten zwei, drei Mal für Feten ein Kabel durch den Flur zur Anlage gelegt, aber das wäre doof auf die Dauer. (Kabel im Flur, wo kämen wir denn da hin?!)

Und natürlich lassen sich CDs auch bei Bedarf binnen 5 Minuten in portable Musik umwandeln. -Gekrampfe fällt ja aus.

Nach dem Download von Radioheads “In Rainbows” stellte ich ja fest, wie wichtig der Moment des CD-aus-dem-Regal-Holens (und des Dabei-dann-etwas-schönes-in-der-Hand-Habens) ist. Das mag mein persönliches Problem sein.

Aber vor allem: CDs sind kurz*** und so eine Einschränkung ist wie immer in der, ahem, Kunst enorm fruchtbar. Ich bin kein Anhänger der in “High Fidelity” geäußerten Regeln zum ‘Flow’ eines Mixtapes, aber Überlegung gehört natürlich sehr wohl dazu. Und nichts fördert überlegte Emotionen mehr — und zwingt zur Auswahl der wirklich besten Stücke — als eine Zeitbeschränkung von, oh, sagen wir 80 Minuten.****

Was mich dann irgendwie an den Beginn meiner Blogger”karriere” zurückbringt, die ich mit den Worten “Inkonsequenz ist etwas Wunderbares” begann — mein letztes Mixtape war eine Doppel-CD…

  1. * Läuft der schon? Ich kriege ja gar nichts mehr mit, hier. ^
  2. ** Nachdem Christian und Stini meine -DVD geguckt haben. ^
  3. *** Früher waren sie im Vergleich zur LP mal furchtbar lang, aber eine einzelne CD reicht mir heute nichtmal für den Weg zur Arbeit und zurück. Im Falle der heute wieder so beliebten reichen nichtmal zwei. ^
  4. **** Dass das zehn oder zwanzig Minuten weniger sind als bei einem Mixtape will ich jetzt nicht irgendwie hochsterilisieren. ^

The Love You Bring

Won’t mean a thing
Unless you sing.
Sing, sing, sing.

Hmm. Nee, das muss man hören, damit es schön wird.