Monsters vs. Aliens
No, seriously.
[via Sex in a Submarine]
In welcher OJ über Filme, Kino und DVDs schwadroniert. (cf.)
No, seriously.
[via Sex in a Submarine]
Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
den Vorhang zu und alle Fragen offen.*
"Enttäuscht" stimmt natürlich nicht, absolut nicht, aber das Ende des "Baader Meinhof Komplex"** ist schon recht abrupt (wenn auch rückblickend angemessen und im Grunde schlicht das Ende des zugrundeliegenden Buches), und es beschlich mich die Frage, ob ich jetzt schlauer bin. Die Antwort war zwar ein klares Nein – denn ich hatte "den Aust" vor zwei Jahren gelesen, weil ich ja bekanntlich seit meiner Kindheit an dem Thema RAF latent interessiert bin –, aber die Fakten aus dem Buch in Bewegung vor mir zu sehen und zum Teil in der Magengrube zu spüren, gab ihnen eine ganz andere Direktheit, und deshalb hat mir der Film außerordentlich gefallen und ich freue mich auf die DVD und/oder die TV-Langfassung (nächsten Herbst in der ARD, heißt es).
Das erfüllt jetzt aber kaum den Zweck einer Filmkritik, ist nur sehr bedingt eine Antwort auf die Frage "Lohnt es sich, den Film zu gucken?", denn mein Filmerlebnis gestern ist sicher ein völlig anderes gewesen als das meiner fünf Begleiter, von denen nur zwei überhaupt teilweise zu der Zeit auf der Welt waren, in der der Film spielt (1967–1977). Denn der Film, der ja mit 150 Minuten ohnehin schon nicht kurz ist, ließ vieles nur angedeutet. Es war z.B. eine Riesenfreude, dass der junge Mann, der Ulrike Meinhofs Töchter auf Sizilien abholte, tatsächlich aussah wie ein junger Stefan Aust; das wurde aber in keinster Form erklärt oder auch nur angedeutet — entweder weiß man, dass das Austs persönlicher Teil an der Geschichte der Baader-Meinhof-Bande ist oder es ist halt einfach irgendein Kerl mit einer albern großen Brille.
Ich kann hingegen nicht beurteilen, wie der Film ohne Hintergrundwissen wirkt. Das Chaos beim Schahbesuch am 2. Juni ist auf jeden Fall so eindringlich gefilmt und das Vorgehen der Polizei so unglaublich, dass ich mich mehrfach bewusst erinnern musste, dass ich verfilmte deutsche Geschichte sah und keine Hollywood-Übertreibung. Ich kann mir vorstellen, dass dies genügt, die Wut der Studenten, die letztendlich u.a. zur Gründung der RAF führte, nachzuvollziehen, weiß es aber nicht.
Gleichzeitig kann sich der Film absolut nicht vorwerfen lassen, die RAF zu verherrlichen; Baader (Moritz Bleibtreu), Ensslin (Johanna Wokalek) und Meinhof (Martina Gedeck) sind in ihren Äußerungen und Handlungen so weit jenseits von gesundem Menschenverstand,*** dass schon nach kürzester Zeit etwaige Sympathie oder Mitgefühl staunendem Kopfschütteln weichen müssen.
Für die Schauspieler habe ich praktisch nur Lob. Martina Gedeck ist für zweieinhalb Stunden Ulrike Meinhof**** und Johanna Wokalek ist großartig, wenn auch zu hübsch,***** um Gudrun Ensslin so komplett widerlich finden zu können, wie sie in Wahrheit gewesen zu sein scheint. Einzig Moritz Bleibtreu schafft es nicht vollständig, mich meine Moritz-Bleibtreu-Grundsympathie überwinden zu lassen, obwohl die Baadersche Arroganz auf vollen Touren läuft.
Ich weiß nicht, ob es ein "großer Film" ist und noch viel weniger weiß ich, ob es für jemanden ohne meine Deutscherherbstophilie eine lohnende Art ist, einen Abend zu verbringen – für mich ist es auf jeden Fall ein Stück lebendig gewordene Geschichte, viel, viel besser als der ebenfalls von Bernd Eichinger produzierte und geschriebene "Untergang", um mal einen Vergleich zu wagen.
(Hilfreich ist vielleicht auch die Kritik bei Coffee and TV. [Achtung, Spoiler. ;) ])
PS, 15:15: Wer noch was von Stefan Aust zu dem Thema lesen will; die Wikipedia hält einen Link zum ZEITmagazin bereit.
Einfach großartig.
Details hier.
(Wer’s nicht versteht, muss wohl bei Gelegenheit mal zwölf Stunden oder so mit mir vor dem Fernseher verbringen.)
[via Doug Adams]
bis ich vermutlich das nächste Mal ins Kino gehe, und dann gleich zweimal:
"Wall·E":
"Der Baader-Meinhof-Komplex":
Beim Durchsehen meiner siebzehn Urlaubsfotos aus Berlin vom vorletzten Wochenende fiel mir auf, dass der Berliner Dom, aufgenommen mit der Kamera meines Handys, irgendwie genauso unwirklich aussieht wie der Palast von Theed auf Naboo.

(Eigentlich ging’s mir im den ulkigen Anbau auf der Kuppel ganz links, als ich, zu dem Zeitpunkt noch ganz allein, um die Ecke des Alten Museums in den Lustgarten schrat. Ein kleines Foto von anderthalb Minuten vorher habe ich übrigens dem entsprechenden Eintrag von neulich hinzugefügt.)
… and my penis is the star”, stand auf dem T-Shirt von dem peinlichen* Kerl gestern in der U-Bahn.
Erwähne ich zum einen, weil ich erst nur die erste Zeile (s. Titel) sowie das Wort "star" gelesen hatte und hoffte, dass der Satz nicht genau so zu Ende gehen würde, und, weil das T-Shirt ziemlich professionell aussah (weißer Siebdruck) und mich das große Paramount-Logo wunderte, unter dem der Satz stand. Wird ja wohl kein offizielles Merchandise sein.
Again, gnihihi.
[via The Pixar Blog, wo's auch noch drei weitere Poster gibt]
"No Country for Old Men", für den die beiden den eingangs erwähnten Oscar gewonnen haben, fand ich ja nicht so umwerfend. Aber das hier, das hier ist toll:
Gibt’s auch in groß und schön bei Apple. Funktioniert aber nur, wenn iTunes installiert ist, weil in dem Trailer mehrfach "Shit" und andere furchtbare Worte gesagt werden und deshalb selbstverständlich eine Altersprüfung notwendig ist. (Stört’s, wenn ich kurz theatralisch mit den Augen rolle?)