Einträge der Kategorie ‘Widescreen World Around Me’
In welcher OJ über Filme, Kino und DVDs schwadroniert. (cf.)
Ich wusste ja
dass Quentin Tarantino sich in seinen Drehbüchern einen Scheiß um Rechtschreibung schert,* aber bitte sage mir jemand, dass er hier nicht “Berchtesgaden” meint:

“Barvia” hätte ich ja sonst noch verkraften können.
PS, 14:20: Obwohl, vielleicht ist es auch einfach eine Rechtschreibschwäche (S. 29):

PPS, 6. April: Ich bin seit “Kill Bill Vol. 1” zwar ohnehin von jeglichen Ambitionen geheilt**, mir noch mal einen Tarantino-Film anzugucken, wollte aber der Vollständigkeit halber noch erwähnen, dass ich “Inglourious Basterds” auf Basis der Drehbuchlektüre mit jeder Faser meines Herzens verabscheue. (Und das nicht wegen der desaströsen Rechtschreibung.) Das Ende, muss ich zugeben, ist allerdings … kühn.
Burn, Baby
Der Lukas hat “Nick and Norah’s Infinite Playlist” gesehen* und eine nur so mittelmotivierende Kritik geschrieben. In einer Fußnote bezeichnet er dabei Mix-CDs als “bizarren Anachronismus”, und dem muss ich mal energisch widersprechen, weil ich zufälligerweise gerade neulich zu der eigentlich völlig zusammenhangslosen Erkenntnis kam,** dass eben genau Mix-CDs die legitimen Nachfolger der Mixtapes sind und keineswegs Playlists, wie sowohl Lukas als auch der Filmtitel vorschlagen. (Der Film selbst anscheinend nicht.)
In eigentlich allen mir bekannten Haushalten kann man CDs “mal eben so” auflegen und dann durch die besten vorhandenen Boxen hören. Playlisten laufen über Brüllwürfel, Laptop-Squeaker oder Kopfhörer. Ich habe höchsten zwei, drei Mal für Feten ein Kabel durch den Flur zur Anlage gelegt, aber das wäre doof auf die Dauer. (Kabel im Flur, wo kämen wir denn da hin?!)
Und natürlich lassen sich CDs auch bei Bedarf binnen 5 Minuten in portable Musik umwandeln. DRM-Gekrampfe fällt ja aus.
Nach dem Download von Radioheads “In Rainbows” stellte ich ja fest, wie wichtig der Moment des CD-aus-dem-Regal-Holens (und des Dabei-dann-etwas-schönes-in-der-Hand-Habens) ist. Das mag mein persönliches Problem sein.
Aber vor allem: CDs sind kurz*** und so eine Einschränkung ist wie immer in der, ahem, Kunst enorm fruchtbar. Ich bin kein Anhänger der in “High Fidelity” geäußerten Regeln zum ‘Flow’ eines Mixtapes, aber Überlegung gehört natürlich sehr wohl dazu. Und nichts fördert überlegte Emotionen mehr — und zwingt zur Auswahl der wirklich besten Stücke — als eine Zeitbeschränkung von, oh, sagen wir 80 Minuten.****
Was mich dann irgendwie an den Beginn meiner Blogger”karriere” zurückbringt, die ich mit den Worten “Inkonsequenz ist etwas Wunderbares” begann — mein letztes Mixtape war eine Doppel-CD…
- * Läuft der schon? Ich kriege ja gar nichts mehr mit, hier. ^
- ** Nachdem Christian und Stini meine “High Fidelity”-DVD geguckt haben. ^
- *** Früher waren sie im Vergleich zur LP mal furchtbar lang, aber eine einzelne CD reicht mir heute nichtmal für den Weg zur Arbeit und zurück. Im Falle der heute wieder so beliebten Unter-40-Minuten-CDs reichen nichtmal zwei. ^
- **** Dass das zehn oder zwanzig Minuten weniger sind als bei einem Mixtape will ich jetzt nicht irgendwie hochsterilisieren. ^
Quis custodiet ipsos custodes?
Yay. 20th Century Fox und Warner Bros. haben sich geeinigt, und “Watchmen” kommt am 5. (hierzulande) bzw. 6. (USA) März in die Kinos.
[via AICN]
P.S., 12:45: Die fünf Filmfreunde haben noch ein wunderschönes Symbolfoto dazu gebracht.
Fremdcontent (8)
Und dann gibt es da noch zwei Dinge, die ich über die Feiertage im Netz gefunden habe und einfach zeigen muss, auch wenn sie nichts miteinander zu tun haben:
[via Ken Levine]
Und Leute, die wissen, wer Brian Blessed ist, und warum ein Star-Wars-Blog auf ihn verlinkt, sollten sich diesen Clip mindestens so von 1:15 bis 1:45 anschauen.
Großartig (2)
Ich habe vorhin nach Ewigkeiten mal beim LiveJournal einer ehemaligen Online-Bekannten* vorbeigeschaut und fand diesen gar köstlichen Avatar:

PS, 16.12.: Speaking of which…
- * Gibt es sowas online eigentlich oder bleibt man da immer bekannt? Wie dem auch sei, unsere letzte Interaktion liegt auf jeden Fall Jahre zurück. ^
Good News, Everyone
1) Ich habe heute morgen meine “Indiana Jones — The Soundtrack Collection”-CD-Box mit knapp 85 Minuten bisher unveröffentlichter Musik aus den Jahren 1981 bis 1989 (und siebzehn Minuten Interviews mit John Williams, Steven Spielberg und George Lucas) von der Post abgeholt.
b) Trotz Lucasfilm-Logos ist nirgendwo von “Indiana Jones and the Raiders of the Lost Ark” die Rede.
Wishful Drinking
Das Gulag-Buch zieht sich zwar etwas* und “Shutter Island”** und “Rückkehr von den Sternen”*** liegen auch noch ungelesen rum, aber … Carrie Fisher hat eine Autobiographie geschrieben!
Ken Levine, ein bloggender Drehbuchautor, der z.B. für “M*A*S*H”, “Frasier” und “Cheers” geschrieben hat, hat sie (an-?) gelesen und ein paar Auszüge gepostet, die eigentlich jeglichen Restwiderstand meinerseits schmelzen lassen.
Nur € 17,99? Hmm, was hat Stanis?aw Lem denn noch so geschrieben?****
- * Ich bin jetzt ungefähr halb durch und weiß eigentlich inzwischen ganz gut, wie furchtbar das war. Leider bin ich aber so sehr Perfektionist (es gibt scheinbar leider kein deutsches Wort für completionist), dass ich Bücher nur sehr ungern halbgelesen beende. Außerdem hoffe ich, noch mehr über die Geschichte Magadans und der Kolyma-Region zu erfahren. ^
- ** Von Dennis Lehane, dessen “Mystic River” mir ganz hervorragend gefallen hat, ebenso wie die Verfilmung seines “Gone, Baby, Gone”. “Shutter Island” selbst wird gerade von Martin Scorsese verfilmt (als “Ashecliffe”), und deshalb will ich es vor dem Kinostart noch lesen, obwohl ich dafür, wie ich gerade sehe, noch mindestens bis zum nächsten Oktober Zeit habe. ^
- *** Ich bin mir nicht mehr sicher, warum ich das eigentlich gekauft habe; wegen der “Astronauten” war’s eher nicht und schon gar nicht wegen Lems klugscheißerischen Nachwort zu “Picknick am Wegesrand”. Vermutlich eher wegen der 20-Euro-Grenze für Versandkostenfreiheit bei amazon-Bestellungen. ^
- **** Just kidding. ^
“Lost” in Space
[via F5]





