header

Einträge der Kategorie ‘outopia beta’

Ein Science-Fiction-Hörspieldrehbuch.

Wie soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?

Ich überlegte kurz, ob ich mich verwählt hatte oder ob vielleicht ihre mir noch nicht so vertraute neue Mitbewohnerin ans Telefon gegangen sein könnte. Aber ich hatte ihre Nummer gewählt und die Frau hatte sich mit dem Namen meiner Hauptdarstellerin gemeldet – also war ich vorsichtig zuversichtlich und machte erstmal so weiter, wie ich das vorgehabt hatte, auch wenn mir die Stimme am anderen Ende der Handyverbindung absolut nicht bekannt vorkam.

„Ja, klar”, entgegnete sie auf meine Frage, ob sie die finale Aufnahme am Samstag noch auf dem Zettel habe.

Sie hielt den Bruchteil einer Sekunde inne, weil sie des eigentlich recht offensichtlichen Problems gewahr wurde. „Also”, krächzte sie weiter, „wenn meine Stimme dafür dann wieder gut genug klingt. Ich bin ein bisschen erkältet.”

„Ach”, hörte ich mich sagen.

War diesmal nicht mal ein Traum.

Macht nix; verschieben wir den Termin halt. Gibt ja auch so noch .

A New Hope

Es würde mir etwas albern/arrogant erscheinen, im Hörspielblog schon jetzt — mindestens ein Viertel-, eher ein halbes, Jahr vor Veröffentlichung der ersten Folge — über möglichen Erfolg zu spekulieren, aber hier merkt das ja zum Glück eher so niemand.

Der Plan ist ja, das Ding einfach für lau zum Download anzubieten. Auch wenn es diverse lustige Ideen gibt ("an den örtlichen öffentlich-rechtlichen Radiosender verhökern" und "für die letzte Folge Geld verlangen" sind die meistgehörten), fühlen und ich uns wesentlich wohler damit, es einfach in die freie Wildbahn (den vielzitierten "rechtsfreien Raum" Internet) zu entlassen und zu schauen, ob es und was es für Freunde mitbringt.

Ich weiß natürlich nicht, wie das funktioniert und warum das funktioniert (und ob das funktioniert), aber es fühlt sich einfach richtig an.* Und es fühlt sich an wie die Zukunft. (Überhaupt, ey, zweitausendzehn, Mann!)

Und wenn ich dann bei netzpolitik.org lese, dass es möglich ist, mit einem — berichtetermaßen großartigen — Zeichentrickfilm in gut einem Jahr $55.000 zu verdienen, obwohl oder gerade weil er kostenlos für jedermann und -frau verfügbar ist, dann füllt mich das mit Hoffnung und einem warmen Gefühl in der Magengegend, und das hat trotz der Jahreszeit nichts mit Glühwein zu tun. Und dabei geht es nur zum Teil um meinem Wunsch, reich und berühmt** zu werden, sondern darum, dass das anscheinend funktioniert. Irgendwie.

  1. * I know, I keep using that word and you might not think it means what I think it means. ^
  2. ** Gastsprecherin Stefanie gestern dazu: "Berühmt muss gar nicht sein, reich genügt". ^

Worst Nightmare

„Cool”, sagte meine Hauptdarstellerin erfreut lächelnd, „dann sind wir ja in zwei Wochen wirklich fertig.”

„Na ja”, grummelte ich, um Zeit zu gewinnen, während mir zunehmends mulmiger wurde. „Das hier sind ja nur die Probeaufnahmen. Wir müssen danach schon noch mal alles richtig aufnehmen.”

Ich weiß nicht, wann mir zuletzt ein ähnlich großer Stein vom Herzen gefallen ist, als ich aufwachte und merkte, dass das unermeßlich große Problem nur im Traum eins war.

Die Sprachaufnahmen müssen jetzt langsam echt mal fertig werden.

In Company

Nach “Writing in Restaurants Eiscafés” habe ich gestern und heute mal was anderes ausprobiert: Schreiben in Gesellschaft – konkret Meikes, die selbst eine Hausarbeit zu schreiben hatte.

Klönen, essen und bei-dem-geilen-Wetter-rausgehen haben uns zwar etwas aufgehalten, aber letztendlich war das trotzdem sehr produktiv, und ich habe jetzt, mit etwas Nacharbeit auf der Heimfahrt und noch ganz kurz zu Hause, die geplanten Szenen geschrieben und muss sie nur noch in das Drehbuch einarbeiten.

“Holy Impersonal Postings, Batman! This Blog Is Just a Collection of Weblinks Anymore.”

Ich bin ja gar nicht so der große Comic-Leser, schon gar nicht Superhelden-Comics*, aber bei John August fand ich einen Link zu einem (für mich, was in diesem Fall vermutlich eine sehr starke Einschränkung darstellt) hochinteressanten Artikel über comic book lettering.

Und ja, mir ist schmerzlich bewusst, dass meine Blogeinträge hier, gerade seit Anfang des Jahres, immer mehr aus Internet-Fundsachen bestehen, aber meine schon mal erwähnte andere Freizeitbeschäftigung nimmt sehr viel von meiner Energie und Zeit** ein und einen Großteil meines Drangs zur schriftlichen Kommunikation lebe ich dort aus. In der Summe blogge ich jetzt, glaube ich, sogar mehr als früher, nur eben nicht mehr alles hier.

Ich würde jetzt gern sowas schreiben wie: “Das wird in x Wochen wieder anders”, aber x wäre eine ziemlich große Zahl, auf jeden Fall zweistellig, deshalb lasse ich das einfach und hoffe, dass meine zahlreichen Verweise auf unser Hörspielblog irgendwie tröstlich sind.

[wtf]

  1. * Wobei ich in D.C. Universe: The Stories of Alan Moore sogar die Superman-Geschichten mag. ^
  2. ** Besonders der am Rechner verbrachten Zeit, aber es liegt z.B. auch seit über zwei Wochen eine halbgeguckte Folge (die zweite!) von in meinem DVD-Player, von der ganzen ersten Hälfte von Season 4 oder “The West Wing” ganz zu schweigen; und wer da rechts meine zuletzt geguckten Filme verfolgt, wird merken, dass da auch kaum noch was passiert. ^

Greatly Exaggerated

Ich existiere übrigens noch, aber ich habe momentan meine freie Freizeit bewusst und absichtlich etwas eingeschränkt (nicht, dass dieses Blog nicht auch so schon mal einzelne Wochen brachgelegen hätte) und schreibe deshalb gelegentlich woanders.