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Einträge der Kategorie ‘Gestörte’s Sprachempfinden’

In welcher der Missbrauch von Sprache beklagt wird. (Merci, Mlle. F.)

Metahumor

quotes

[via The “Blog” of “Unnecessary” Quotation Marks]

eMule und die Detektive

Man sollte vorsichtig sein, was man sich auf seinem Rechner installieren lässt, und von wem. Ist der Installateur beispielsweise Franzose, könnte es sein, dass man hinterher Filme mit zweifelhaftem Legalitätsstatus per «eMüül» herunterladen will.

(Die Älteren unter Ihnen werden sich vielleicht erinnern, wie Anja F. schon 1989 in Südfrankreich einen -Riegel verlangte, aber leider nur einen «Nüüts» erwerben konnte.)

How Wude

Sprache ist schön.* Ich mag Sprache. Wer mich kennt, weiß das (und ist, je nach persönlicher Prädisposition, ggf. genervt davon). Und wer selbst irgendwas besonders mag (oh, sagen wir, Design, Fotos, Geburten, Musik, sowas halt), kennt vielleicht auch den Effekt, dass man viel empfindsamer (nicht notwendigerweise -licher) für Eigenheiten und Auffälligkeiten wird.

Die Schulung, in der ich diese Woche sitze, wird z.B. von lauter Deutschen und anderen Nicht-Muttersprachlern auf englisch geführt. Das heißt, alle Teilnehmer sprechen die gemeinsame Sprache nur ein bisschen. Die Trainerin der letzten drei Tage, die logischerweise am meisten redet, macht das dabei im Prinzip gut, auf jeden Fall besser als der Montags- und Dienstags-Trainer, und hat dabei auch einen sympathisch britischen Akzent. Dass sie dabei "and" konstant "uhhhnd" ausspricht, wirkt dabei einen Hauch affektiert, macht aber nichts. Lustig ist da schon eher das in Denkpausen eingeschobene "ja" (im Englischen wie ein "yah" wirkend und mich extrem an "Fargo" erinnernd).**

(Richtig grinsen musste ich, als die ganze Zeit von root objects die Rede war, die allerdings konstant als rude objects ausgesprochen wurden.*** Das wurde zum Glück etwas später durch einen Ordner, vergleichbar mit denen im Windows Explorer, ausgeglichen, der typgleiche Objekte enthielt — dem sogenannten kind folder.)

  1. * Also zumindest die beiden, die ich größtenteils beherrsche und die eine, die ich mal angefangen, dann aber wegen der zwei- bis neuntausend zu lernenden Schriftzeichen aufgegeben habe. Mit der nächsten hapert’s noch etwas. Das Schönfinden. Das Verstehen oder Sprechen sowieso. Dafür kann ich schon fast alle Schriftzeichen. ^
  2. ** Zumal ich selbst in Gesprächen, bei denen mir Worte fehlen (also sehr technische oder auch christliche) ständig ein deutsch ausgesprochenen "also" einschiebe, was mich extrem nervt, wogegen ich aber kaum ankomme. ^
  3. *** Vermutlich ein instinktiver und prinzipiell löblicher, wenn auch in diesem Fall unangebrachter, Kampf gegen die deutsche Auslautverhärtung^

British Transactions

Gestern war ich in einem Telefonat mehrfach nicht sicher, ob von BP () oder BT () die Rede war. (War fürs Thema auch egal, wenn auch in dem betreffenden Land eine Mineralölfirmen-Niederlassung weitaus wahrscheinlicher klingt.)

Heute ging es in meiner Schulung bei Firma S. aus W. um Business Partners (BP) und Business Transactions (BT). Und wieder habe ich die ganze Zeit nicht verstanden, von welchem von beiden eigentlich die Rede war.

Ich wollte nicht mehr über sowas lästern

… wirklich nicht. Aber hierfür bin ich einfach noch nicht stark genug:

HD ready

Gestern abend auf der Bank vorm Heidelberger Schloss:

Erst als die "Biokemmie"-Studentin von "Anti-Bjottika" sprach, verstand ich, dass sie vorher dann wohl doch "kleine Tüüüten" meinte, und nicht das, was ich verstanden hatte …

(Und, meine Fresse, ist das still da oben. Als die Touris* mal kurz weg waren, konnte ich tatsächlich den Fernflieger in wasweißichwieviel tausend Fuß hören.)

  1. * Gehöre ich natürlich nie nich dazu. ^

To Do It Right, Child

Manch eine wird jetzt sicher wieder angewidert den Kopf schütteln, aber diese Seite mit "beliebten Rechtschreibfehlern" zu lesen macht mich richtig glücklich. (War einer der ersten Google-Treffer, als ich nochmal checken wollte, dass "" wirklich ein Wort ist.)

Ist ja jetzt aber auch irgendwie nichts neues, insofern werden wir alle damit leben müssen.

[wtf]

Nachträgliches Zungenbrecherlein

"… schriftstellerisches Stilmittel …"

Versprecher

Wenn mir jetzt noch jemand sagen könnte, warum alle Welt ständig das Wort "Vertrieb" auf dem "Ver" betont …

"Der arbeitet im Vertrieb." — "… die Vertriebsgesellschaft." — "Aus Vertriebssicht …"

Das klingt immer so, als wollten die die Abgrenzung zum Antrieb betonen.

(Den alten Scherz, dass der Vertrieb die Leute sind, die die Kunden vertreiben, schreibe ich mal ganz klein.)

Großes Geschäft

Scheine für im Automaten nebenan (siehe rosa Zettel).