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Einträge der Kategorie ‘Gestörte’s Sprachempfinden’

In welcher der Missbrauch von Sprache beklagt wird. (Merci, Mlle. F.)

International Food at the International Training Center

Ungünstige Wortkombinationen

Ich bin ja ohnehin nicht so der große Schweinefleisch-Fan, aber heute in der Kantine nehme ich, glaube ich, vielleicht wirklich lieber den Blumenkohl.

schwein

Tiere im Zoo

… leben oftmals in unzumutbaren hyänischen Umständen. </kalauer>

There Once Was a Man from Peru

Whose limericks were really haiku.

But I digress.

Diese Reaktion auf eine pissige Beschwerde in einem Forumsthread mit Haikus* hat mich gerade sehr glücklich gemacht:

Originally Posted by shinyblackkitty:
haikus are overrated

Maybe you’re into

This thread is haiku

[via USA erklärt]

  1. * Zum Co-op-Zombie-First-Person-Shooter “Left 4 Dead”, nur falls das jemand anklickt und sich über Beiträge wie diesen wundert:

    Zombies keep coming
    Though my bladder is bursting
    I can’t leave my friends

     ^

My Flower

Au au au au au.

A Second Saved Is a Second Earned

Mir fiel gerade auf, dass ich durch die Benutzung eines nicht wirklich existenten deutschen Wortes enorm Zeit sparen kann. Statt: “Ja, Russland, da hat eine Freundin von mir geheiratet. Und ist da hingezogen. Also, hingezogen ist sie schon ein paar Monate vorher” oder was ich mir üblicherweise so abstammle, ist die Variante: “Ja, Russland, da hat eine Freundin von mir hingeheiratet” deutlich klarer und eben zeitsparender.

(Wow, “hingeheiratet”. Ein so offensichtliches Wort mit gerade mal 171 Treffern bei Google.)

“Holy Impersonal Postings, Batman! This Blog Is Just a Collection of Weblinks Anymore.”

Ich bin ja gar nicht so der große Comic-Leser, schon gar nicht Superhelden-Comics*, aber bei John August fand ich einen Link zu einem (für mich, was in diesem Fall vermutlich eine sehr starke Einschränkung darstellt) hochinteressanten Artikel über comic book lettering.

Und ja, mir ist schmerzlich bewusst, dass meine Blogeinträge hier, gerade seit Anfang des Jahres, immer mehr aus Internet-Fundsachen bestehen, aber meine schon mal erwähnte andere Freizeitbeschäftigung nimmt sehr viel von meiner Energie und Zeit** ein und einen Großteil meines Drangs zur schriftlichen Kommunikation lebe ich dort aus. In der Summe blogge ich jetzt, glaube ich, sogar mehr als früher, nur eben nicht mehr alles hier.

Ich würde jetzt gern sowas schreiben wie: “Das wird in x Wochen wieder anders”, aber x wäre eine ziemlich große Zahl, auf jeden Fall zweistellig, deshalb lasse ich das einfach und hoffe, dass meine zahlreichen Verweise auf unser Hörspielblog irgendwie tröstlich sind.

[wtf]

  1. * Wobei ich in D.C. Universe: The Stories of Alan Moore sogar die Superman-Geschichten mag. ^
  2. ** Besonders der am Rechner verbrachten Zeit, aber es liegt z.B. auch seit über zwei Wochen eine halbgeguckte Folge (die zweite!) von in meinem DVD-Player, von der ganzen ersten Hälfte von Season 4 oder “The West Wing” ganz zu schweigen; und wer da rechts meine zuletzt geguckten Filme verfolgt, wird merken, dass da auch kaum noch was passiert. ^

O tempo’a, o mo’es

Riesenseufzer

[via The "Blog" of "Unnecessary" Quotation Marks]

[wtf]

Semikolon—Bindestrich—Klammer-zu

Über einen Eintrag im Blog von Drehbuchautor John August, in dem es darum geht, dass Barack Obama im Text seiner gestrigen Antrittsrede ein Semikolon verwendet,* kam ich auf die Idee, mal in der Wikipedia die korrekte Verwendung des Semikolons nachzuschlagen. (Ja, sowas interessiert mich, was aber auch nicht mehr wirklich überraschend sein sollte.)

Dort fand ich dann erstmal ein wirklich wundervolles Beispiel für die Verwendung bei “aufgezählten Wortgruppen [die] ihrerseits Kommata enthalten”:

Wir haben: Eier und Speck; Eier, Bratwurst und Speck; Eier und Spam; Eier, Speck und Spam; Eier, Speck, Bratwurst und Spam; Spam, Speck, Bratwurst und Spam; Spam, Eier, Spam, Spam, Speck und Spam; Spam, Spam, Spam, Eier und Spam; Spam, Spam, Spam, Spam, Spam, Spam, gebackene Bohnen, Spam, Spam, Spam und Spam; Hummer Thermidor an Crevetten mit Sauce à la Mornay, garniert mit Trüffelpastete, Brandy und einem Spiegelei obendrauf und Spam.**

Aber das Schlimmste war der Kasten “Satzzeichen” oben rechts auf der Wikipedia-Seite, in dem es für Leute wie mich eine einfache Möglichkeit gibt, die Einträge zu allen Satzzeichen zu erreichen. Ich habe mich erstmal auf die drei Varianten (viertel, halb und voll) des Geviertstriches beschränkt***, was mich wiederum auf den wunderbaren Eintrag über die Durchkopplung (auch manchmal als “kaskadierender Bindestrich” bezeichnet) brachte, den ich in Zukunft all denen unter die Nase halten (oder zumailen) kann, die mir nicht glauben wollen, dass die St.-Gertrud-Kirche sehr wohl so (und nur so) geschrieben wird, obwohl St. Gertrud doch gar keinen Bindestrich hat. “Peter’s Dom” lässt grüßen.

Fast noch schöner finde ich allerdings diesen damit verwandten Wikipedia-Eintrag (extra vertinyurlt, damit die Browser-Statuszeile nichts verrät). Also, jetzt auch inhaltlich, nicht nur die Überschrift.

Und richtiggehend unglaublich finde ich in diesem Zusammenhang, dass es in der Wikipedia keinen Eintrag zum Brockhauseffekt gibt.****

  1. * Also, in dem Eintrag, nicht dem ganzen Blog. ^
  2. ** Auch in der Wikipedia ist dies als Quellenangabe verlinkt. Wie wunderbar. ^
  3. *** Und dabei ein wenig bedauern gelernt, dass die Zeit der vorbei ist, auch wenn die Variante Browser-WordPress-Blog natürlich ungleich praktischer ist. ^
  4. **** Oder ist das Wort gar nicht so verbreitet und selbstverständlich wie ich dachte? Gerade mal 103.000 Einträge bei Google klingen irgendwie danach, reichen aber wenigstens aus, dass ich das hier nicht den Zusammenhang erklären muss. ^

Minute Men

Im Englischen kann man, wenn man „Details” noch steigern will, von minutiae reden; im Deutschen fällt mir aus der Ecke nur das Abjektiv „minutiös” ein.

Ich frage mich, ob es im Deutschen auch ein Hauptwort dazu gibt und wie es lautet.

„Minution” wird es ja wohl nicht sein.