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Einträge der Kategorie ‘A Lot Like Life’

In welcher OJ über sein real life spricht. (cf.)

Man’s Gotta Do

Eigentlich hatte ich mir das ja eh abgeschminkt.

Es hieß halt, sie hat ‘nen Freund, und ich fand es ziemlich asig, da irgendwie reinzugrätschen oder es auch nur zu versuchen. Deshalb war ich den Samstagabend bei der "" auch völlig entspannt. Bloß schwand dieser Vorsatz dann über den Abend – beginnend etwa in dem Moment, als sie "du bist ja nicht in ‘ner Beziehung"* nicht widersprach – und verkehrte sich quasi in sein Gegenteil.

Eine Kaffee-Einladung ist ja nun auch nichts Unanständiges, und ob ich Hintergedanken habe bzw. was für welche, kann ich eh nicht so recht sagen. Argumente, dass das (mit dem Kaffee heute) nichts werden kann, dass sie sich einfach nicht meldet und morgen nach Toulouse fliegt, habe ich zuhauf. Bloß will ich mich von ihnen nicht überzeugen lassen. Wird irgendwie ganz spannend, heute.

(Dass sie mich ganz schön umhaut, muss ich nicht extra erwähnen, ne?)

  1. * Ging um was ganz anderes (war natürlich auch nicht mein Teilsatz) und bei näherer Überlegung hielt sie es wahrscheinlich einfach nicht für nötig, das in dem Zusammenhang jemanden gegenüber zu kommentieren oder korrigieren, der offenbar nicht so genau über sie bescheid weiß — aber der Gedanke kam mir eben erst später. ^

“My body is a movie

… and my penis is the star”, stand auf dem T-Shirt von dem peinlichen* Kerl gestern in der U-Bahn.

Erwähne ich zum einen, weil ich erst nur die erste Zeile (s. Titel) sowie das Wort "star" gelesen hatte und hoffte, dass der Satz nicht genau so zu Ende gehen würde, und, weil das T-Shirt ziemlich professionell aussah (weißer Siebdruck) und mich das große Paramount-Logo wunderte, unter dem der Satz stand. Wird ja wohl kein offizielles Merchandise sein.

  1. * Auch ohne das T-Shirt. ^

Zeitlose Erkenntnis

Ich glaube, ich weiß, wo meine Zeit immer bleibt: Sie zerflust sich in hunderte Viertelstunden, in denen ich latent das Gefühl habe, eigentlich was anderes machen zu müssen.

Ich glaube, ich lass das einfach.

Ich mache erst das, wofür ich eigentlich keine Zeit habe, und dann sorgt Papa dafür, dass noch viel mehr Tag übrig ist, als ich für möglich halte.*

Und dieses Mal bleibt das gefälligst auch so.

  1. * Damit verschwindet dann ganz automatisch auch der andere große Zeitfresser: Plötzliche, unerwartete – oder zumindest ungeplante – Freizeit, die ich dann garantiert immer nur damit verbracht habe, rumzusitzen und mir zu überlegen, was von den vielen Sachen ich den jetzt endlich mal machen kann. Meistens klang "Wikipedia" oder "Google Earth" oder sowas wie eine tolle Idee, und schwupp war es 23:30 und ich wollte schon seit anderthalb Stunden im Bett sein. ^

You have-a space

Ein bisschen anders als geplant, füht sich so "live" aber einfach besser an:

(Natürlich noch laaange nicht fertig, siehe unten links. Vom Ex-Arbeits- und zukünftigen Schlafzimmer ganz zu schweigen.)

[wtf]

Zimmer mit Ausblick

Junge Designerin im Dialog mit OJs neuem Arbeitszimmer:

Danke nochmal.

(Zwischendurch war ich echt gefrustet davon, dass ich keine befriedigende Möbelvariante finden konnte, obwohl ich eigentlich unendlich viel Platz hatte.)

Kein neuer Mitbewohner

"Dreimal umgezogen ist wie einmal abgebrannt", sagte mein alter Hausmeister, als wir wegzogen. So gesehen möchte ich natürlich eigentlich niemandem einen Umzug an den Hals wünschen, denn sowas ist anstrengend und äußerst zeit- und kraftraubend.

Aber mit Zollstock in einem leeren Zimmer zu stehen und die Maße aufzuschreiben, das Zimmer samt Türen und Fenstern auf Millimeterpapier zu zeichnen und winzige Umrisse viruteller Möbel im virtuellen Zimmer hin- und herzuschieben, das ist toll (auch wenn irgendwas irgendwie immer nicht passen will).

Das Zimmer – besonders der Hall, den ich wirklich nur aus leeren Zimmern vor Umzügen kenne – verspricht in so einem Moment alles, hat nahezu endloses Potential, ich kann alles damit machen.

(Da ist es mir sogar gerade echt egal, dass ich keine Ahnung habe, woher ich die Zeit nehmen soll, die Schränke aus- und umzuräumen.)

Hello, World

Dinge, die man nicht auf dem Bildschirm lesen möchte, wenn man vor dem Frühstück schon mal den Rechner anmacht:

Windows kann nicht gestartet werden, da die Datei C:\WINDOWS\SYSTEM32\CONFIG\SYSTEM fehlt oder beschädigt ist.

Das ist umso gruseliger, wenn man weiß, dass in der Datei ein Teil der Registry liegt, und wie der Name andeutet, nicht eben der unwichtigste.

Das war um 9:30. Jetzt ist es fast halb zwei, aber mein Windows atmet wieder. (Ein Großteil der Zeit ging für ein drauf. Dafür ist mein Kleiderschrank jetzt halb entrümpelt.*)

Danke, . Und nachdem ich letzte Woche das Wort "Dreckssoftware" neu definieren musste, lamentiere ich nichtmal darüber, dass sowas passieren kann. [Backup] early, [backup] often.

(Ach so, und ich hoffe es fühlt sich nicht irgendein - oder *ix-User berufen, hier was Überhebliches reinzukommentieren.)

PS, 19:00 18:00: Das einzige, was scheinbar nicht ganz heil ist, ist die Systemzeit. Es war vorhin erst halb eins. Steht ja auch unten.

  1. * Halb heißt, ich habe alles rausgeräumt und grob sortiert und muss es jetzt noch wieder einräumen. ^

Irgendwie nicht dasselbe

Eigentlich wollte ich diesen Eintrag Mittwoch abend schreiben und darüber lamentieren, dass ich kurz zuvor gerade so in Hamburg gelandet bin, dass ich es nicht mehr nach Duvenstedt für einen kurzen Abschied direkt vor der Abfahrt nach Schönefeld schaffe.

Weil ich mir am Samstag dachte, dass ich Mittwoch abend vielleicht zu müde (oder zu frustriert) sein würde, um das dann zu schreiben, habe ich das schon mal vorgeschrieben: "Mir war das ja schon lange klar, aber jetzt ist es wirklich passiert: Ich habe es nicht mehr geschafft, mich am Abfahrtstag zu verabschieden."

Ist aber Mist, dachte ich, das da schon so negativ aufzuschreiben. Also schrieb ich darunter noch eine Alternative: "Ich dachte ja, das würde nicht klappen, aber eben konnte ich mich nochmal kurz verabschieden." Delete as appropriate.

Und wie immer, wenn ich momentan versuche, irgendwas zu planen, war beides unnötig: Es hat nicht nur für einen kurzen Abschied gereicht, sondern gleich für einen ganzen Nachmittag.

Aber eigentlich hatte ich auch schon letzten Sonntag gemerkt, dass alles mal wieder anders ist … die feuchten Augen, eigentlich für den Abschied eingeplant, hatte ich am Mittag bei einem Filmchen, dass ich eigentlich instinktiv als kitschig bezeichnen würde, wenn man mir davon erzählt hätte* … der eigentliche Abschied war auch irgendwie nicht am Abend an der Tür vom Hauswirtschaftsraum (oder vorhin vorm Carport), sondern ein völlig ungeplanter und eigentlich gar nicht sooo furchtbar langer oder mit hochwichtigen Gesprächen durchsetzter Spaziergang durch den Jenischpark … der eigentliche eigentliche Abschied, das vorläufig letzte Treffen auf europäischem Boden, war (beide Male) gar nicht so schlimm, gar nicht so dramatisch in dem Moment.

Ist ja auch nur für acht Wochen.

Vielleicht schreibe ich dann Mitte August ** und der Abschied wird auch meinerseits ganz furchtbar tränenreich … aber vielleicht ist auch dann alles völlig okay so und einfach … richtig.

  1. * Hier darf gern eine Spur Selbstkritik hinein- oder herausgelesen werden. ^
  2. ** Auch wenn ich nicht auf 22, sondern gerade mal etwas über 2 Jahre zurückblicken kann. ^

Neuland

Manchmal macht auch ein alt*eingesessener Hamburger wie ich was Hamburgisches zum ersten Mal.** Heute: Mit einer Hafenfähre des HVV fahren, genauer gesagt nach Finkenwerder. Da kommt man zwar auch per Bus hin, aber der Weg führt durch den Elbtunnel, was am Freitag nachmittag kaum zu empfehlen ist, schon gar nicht bei knapp 28 °C.

Auf dem Sonnendeck sitzend und die Sonne und den Fahrtwind genießend, fiel mir während der knapp halbstündigen Rückfahrt auf, dass es neuerdings durchaus gesund wirkende Leute gibt, die … blasser sind als ich.

Wo die wohl auf einmal herkommen.

(Mit der Fähre 62 kommt man übrigens auch ganz prima zum und wenn man in Finkenwerder in die 64 umsteigt sogar direkt nach Teufelsbrück zum Fußende des Jenischparks.)

  1. * !  ^
  2. ** Auf dem Fischmarkt war ich allerdings auch noch nie. ^

Nachtlicht

Seit ich direkt neben meinem DVD-Regal schlafe, fällt mir jeden Abend aufs neue auf, dass Teile der Box von Futurama Season 4 im Dunkeln leuchten.

Wollte ich nur mal erwähnt haben.