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Einträge der Kategorie ‘A Lot Like Life’

In welcher OJ über sein real life spricht. (cf.)

Fehlplanung

Eine der schönsten Sachen an dem Flug nach Magadan waren die Aeroflot-Schlafmasken, die es auf dem Hinflug gab. Da wir üblicherweise so von 4 Uhr bis 12 Uhr schliefen, Dunkelheit im August in Sibirien gerade mal von ca. 23 bis 5 Uhr herrscht und Christians und mein Zimmer keine Vorhänge hatte, waren sie ein wahrer Segen. (Das Bild zeigt sie in, äh, Aktion beim Warten auf den Anschlussflug von Moskau nach Novosibirsk.)

So wie das hier diese Woche mit der Dreckssoftware läuft*, ärgere ich mich, dass ich keine von den Aeroflot-Kotztüten mitgenommen habe.

  1. * Eine unglaubwürdige aber unglücklicherweise nicht zu leugnende Häufung von noch nie gesehenen Fehlern, die sich jeder Lösung widersetzen. ^

Klammer auf

Nachtrag zu Donnerstag: Am Freitag mittag funktionierte die Rückfahrt, äh, nicht ganz so. Wegen einer Demonstration der "Klimagegner"* kam der Ersatzbus eine halbe Stunde lang nicht zu der Haltestelle durch, an der die U-Bahn endete.

Mann, war mir das egal. Kann natürlich mit an dem guten Buch gelegen habe, das ich gerade verschlinge.)

  1. * O-Ton des HVV-Umsteigebetreuers ^

I’ll Be Back

Ich bin wieder da, aber ich bin noch weg. Irgendwie bin ich nirgendwo, ein bisschen.

Ich mochte, wie und mit wem ich da war, wo ich es irgendwie nicht mochte, und jetzt bin ich da, wo ich es mag, da wo ich hingehöre — aber eben irgendwie nicht ganz.

Wenn es mir dabei schlecht ginge, wäre das zumindest klar. So ist es nur … komisch.

Geich steige ich in die U-Bahn, die gerade wegen Brückenbauarbeiten nicht durchfährt, und werde nach vier Stationen einen Ersatzbus vorfinden, der mich mit dem geringstmöglichen Zeitverlust drei Stationen weiterfährt, wo ich wieder in eine S-Bahn steigen werde, die mich nach Hause bringt. Das wird mit großer Wahrscheinlichkeit die nächsten elf Arbeitstage genauso gut klappen wie heute morgen.

Ich glaube, ich sollte mich einfach freuen, dass mir das auf einmal auffällt.

Unscharf aber wahr

Weitere Details folgen. (Eventuell sogar in Textform, aber ich will nichts versprechen.)

Never Gets Old

"Wohin fährst du denn im Sommerurlaub?"

"Sibirien."

Schlimmline

Am Mittwoch war ich mit der Schwester der Braut* einen neuen Anzug kaufen.** Dazu gehörte dann auch ein Hemd, weil der Anzugkauf bei i.d.R. eine Sache von Minuten ist und deshalb noch Zeit war. Dabei maß mich die Verkäuferin geübt aus (obwohl ich meine Kragenweite von letzter Woche noch wusste), und eben nicht nur am Hals, sondern auch am Bauch, und sagte, sie hole dann mal das Slimline-Hemd.

Was sie evtl. danach noch gesagt hat, konnte ich nicht mehr verstehen, wegen des Rauschens in meinen Ohren und weil mein Kiefer so laut auf den PVC-Fußboden prallte.

(Ich erzähle das übrigens nicht weniger, um anzugeben, sondern vor allem, um dem für mich höchst eigenartigen Gefühl Ausdruck zu verleihen, dass ich jetzt die quasi offizielle Aussage habe, angeblich, äh, "schlank" zu sein*** … Komisch, das.)

  1. * Der sibirischen, nicht der ^
  2. ** Sie betont auf Nachfrage, ihre Unterstützung diene nicht dem Zweck, dass ich nicht mit hässlichen Klamotten Joxannas Hochzeitsfotos versaue, sondern, äh, hm, ich kann’s nicht so recht wiedergeben, und es klang wirklich nett, und ich glaube, es war auch so gemeint, aber irgendwie lief es trotzdem darauf hinaus, dass ich im Zweifelsfalle nicht den notwendigen Geschmack habe — der smaragdfarben gerautete Schlips war nicht ernst gemeint, der sollte nur (auch mir) demonstrieren, dass Knallgrün zu dem Hemd gar nicht geht! ^
  3. *** Demnächst hier nicht: OJs Essstörungen, auch wenn’s irgendwie gerade genau so klingt. ^

Starbucksen

 Dinge, die ich über die Jahre im Starbucks am Hackeschen Markt gemacht habe:

  • Souvenir für meine Frau kaufen (und Reiseproviantmuffin für mich)
  • Kaffee trinken und Leute beobachten
  • Ina zusehen, wie sie ein verregnetes "Endlich Sommer"-Plakat photographiert*
  • Nette, junge, vergebene Frau zum Kaffee treffen
  • Frühstücken**
  • Dark Mocha Frappuccino in der Mittagspause rausholen
  • Blogeintrag (auf Papier) schreiben

Was ich noch tun muss:

  • Genug Kaffee-sophistication entwickeln, um zu erkennen, dass es bei Starbucks komischen Brei gibt (hm, vielleicht auch nicht)
  • Interessanten Blogeintrag schreiben
  1. * Ina "fotografiert" nicht; das möchte ich respektieren. ^
  2. ** War jetzt nicht so viel anders als beim Balzac in der Schönhauser Allee letzte Woche; es gab nur weitaus weniger Spatzen, die versuchten, möglichst subtil auf meinen Muffin zuzuhüpfen. Was natürlich auch daran liegen könnte, dass ich diesmal drinnen saß. (Wenige Sekunden nachdem ich dies schrieb, landete ein Stoßtrupp aus drei Spatzen auf dem Tisch vor meinem Fenster und lachte mich hämisch an. Wahrscheinlich wollten sie sagen, dass sie auch hätten reinfliegen können, wenn sie gewollt hätten.)  ^

Menno

I’m quite fed up with postponing, thank you. I want to frakking want.

I know I’ve said this before.

Is there something I can do?

Erich-Kästner-Woche

Mir fiel gestern noch ein, dass H. aus B. am Samstag abend, vermutlich als eine Art subtiler Auslöser für das Geschehen hier und da, ein paar Zeilen aus ihrem Lieblingsgedicht zum Besten gab:

Aus der Wanduhr tropft die Zeit.
Stehst am Fenster. Starrst auf Steine.
Träumst von Liebe. Glaubst an keine.
Kennst das Leben. Weißt Bescheid.
Einsam bist du sehr alleine —
und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.

"Einsam bist du sehr alleine", Erich Kästner, 1947

(War aus dem Kontext natürlich nicht ihre Gefühlslage. Und ist auch nicht meine jetzt, danke der Nachfrage.)

N Ü SCH_DS

Aha.

Das war wirklich ein toller Nachmittag. Ein leckerer Kaffee bei Starbucks, natürlich habe ich bezahlt; ein langer Spaziergang mit tollen Gesprächen; Platznehmen auf der Wiese des Lustgartens; später noch was zu essen und ein paar Bier. So hatte ich mir das erhofft. Über ihren Beziehungsstatus haben wir auch gesprochen, natürlich.

Aber genug von der thüringer Französin aus der Schweiz, die gerade auch hier in Berlin weilt.

Die andere Dame hat sich leider gar nicht mehr gemeldet. Ihre Aussage "Montag, hm, da muss ich packen und putzen. – Wie kann ich dich denn erreichen?" hatte sowieso irgendwie … unentschlossen geklungen.

Hmpf.

So oder so: Nachher ist erstmal Radiohead. Nein, ich habe nicht vor, mich großflächig selbst zu bemitleiden, auch wenn das bei der Musik (und mit Chance Regen) sicher sehr gut klappen würde.