In Volksdorf führe die U-Bahn alle zehn Minuten, hieß es, weiter draußen am Buchenkamp nur alle 20.
Stimmte natürlich, wusste ich aber, und es war mir vor allem völlig Wurst, bei 24 °C und strahlend blauem Himmel und der Aussicht auf eine Zeit mit nur mir und dem Wetter.
Dass der Weg direkt nach Volksdorf bei meinem letzten Versuch im Endspurt einige Überraschungen und Verknotungen bereithielt, stimmte auch. Dass er darüber hinaus ewig an einer nichtendenwollenden, schnurgeraden und damit stinköden Hauptstraße (für Volksdorfer Verhältnisse) entlangführt, war ein viel gewichtigeres Argument, fiel mir aber in dem Moment gerade nicht ein. Vielleicht u.a. deshalb, weil ich eigentlich überhaupt keine Veranlassung sah, mich für meinen Weg zur U-Bahn zu rechtfertigen.
Trotzdem fühlte sich der (bekannte, weniger befahrene und zwar auch schnurgerade, aber nicht so lange) Weg den Buchenkamp entlang irgendwie zu einfach an. Weshalb ich diesen kleinen parkartigen Weg – gefühlt Richtung U-Bahn Volksdorf –, der sich plötzlich zur Linken auftat und den ich noch nie bemerkt hatte, irgendwie wahnsinnig einladend fand.
Und als ich kurz fragte, ob ich vielleicht da längs gehen sollte, war die Antwort recht kurz und irgendwie indirekt, aber dabei auch sehr eindeutig:
Two roads diverged in a wood, and I—
I took the one less travelled by
Tatsächtlich konnte ich mich diesen Weg trotz etlicher Abzweigungen und ein paar Straßenüberquerungen – und nicht zu vergessen dem Volksdorfer Stadtteilfest – direkt zur U-Bahn "entlangfühlen". Sicher war das nicht die kürzeste Strecke, aber es war auf jeder Fall die weitaus schönste, und vor allem habe ich wundervolle Ecken von Volksdorf entdeckt, von denen ich vorher überhaupt nichts wusste.
(Und an der U-Bahn Volksdorf traf ich dann noch Wolfgang, der fünf Minuten vor meinem Aufbruch per Auto mitgenommen worden war – so viel zu lang kann mein Weg also nicht gewesen sein.)