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Einträge der Kategorie ‘A Lot Like Life’

In welcher OJ über sein real life spricht. (cf.)

Sechseinhalb Monate Jogging

Seit ich zum Jahreswechsel anfing, an der 90-Kilo-Marke zu kratzen, ist mein irgendwann 2008 etwas eingeschlafenes*, regelmäßiges Joggen auch nicht so recht erfolgreich:

  • Januar bis April: zu kalt oder auch schlicht zu glatt
  • Mai: 2 Wochen joggen, dann zweimal direkt hintereinander erkältet
  • Juni: 2 Wochen "fang ich im Urlaub an", 2 Wochen joggen (im Urlaub, genau)
  • Juli: too fucking hot

Hmpf.

  1. * Oder so ähnlich: Zum Joggen musste ich immer zu unmenschlichen Zeiten den Wecker stellen und eigentlich jahrelang immer schon dann ins Bett, wenn noch gar nicht wollte — Hohn und Spott meiner Umwelt inbegriffen. Bei der offensichtlichen Alternative, also abends nach der Arbeit, gelingt es mir nur höchst selten, mich zu motivieren; vermutlich sind beim Früh-Austehen meine Faulheits-Rationalisierungs-Fähigkeiten noch zu müde. ^

One of These Is Funny

The other, not so much.

Penny Arcade

IfItWasMyHome.com [via Spreeblick]

Halt die Presse

So ungern ich es als Hamburg-Fan und -Apologet zugebe, haben wie hier leider keine städtische Tageszeitung, die sich irgendwie sehen lassen könnte. Die Mopo ist über weite Strecken "'Bild' light im Kleinformat" und das ist eigentlich auch über weite Strecken relativ peinlich und als Springer-Erzeugnis, also "Bild"-Schwesterzeitschrift, für mich ohnehin effektiv unkaufbar.

Ich bekomme die Abendblatt-Schlagzeilen aber trotzdem regelmäßig mit. Nicht, weil ich sie in der Bahn passivlesen würde — da gibt es fast ausschließlich "Bild" und Mopo –, sondern weil zwei meiner Nachbarinnen sie abonniert haben und sie morgens, wenn ich zu Arbeit gehe, meist noch nicht eingesammelt haben. In letzter Zeit findet sich an der für Zeitungen doch so wichtigen Stelle "Seite 1 oben" nicht so sehr eine wichtige Nachricht des Tagesgeschehens, sondern lieber unwichtigere Dinge, die sich dafür aber mit einem hübschen Foto illustrieren lassen. Am Montag zum Beispiel ein Foto vom Hamburg-Marathon am Sonntag oder heute — brandaktuell! — was über Maulwürfe im Garten.

Die zum Foto gehörige Überschrift — soweit ich das im Vorbeieilen sehen kann die einzige Information zu dem Foto, abgesehen vielleicht von einem kleinem "mehr auf Seite x" — ist dabei meist unbeschreiblich platt. "Der Feind in meinem Beet" zu den Maulwürfen heute war ja noch halbwegs niedlich, aber bei "Ja, wo laufen sie denn?" zum Marathon musste ich tatsächlich kurz im Treppenhaus stehenbleiben und mich etwas fremdschämen.

Aber das ganze Thema hat sich ja irgendwie wohl auch bald erledigt.

Ich weiß ja nicht, wie glaubwürdig das ist, aber meine Überschrift da oben sollte ein möglichst schlechter Witz sein. (Noch dazu, sehe ich gerade, ist sie so orignell, dass offenbar die Münchner Lach- und Schießgesellschaft das in den Sechzigern schon mal als Titel hatte.)

Dies wäre Ihr Blog gewesen – Eine Zelebration des Konjunktivs

Vielleicht hat's der eine oder die andere (← vollständige Aufzählung meiner Leserschaft, mutmaße ich) gemerkt, aber ich habe in letzter Zeit nicht so viel gebloggt. Ich kann gar nicht so genau sagen warum (außer vielleicht der Wiederholung des Hinweises, dass ich vieles an kurzen Gedänkchen einfach Richtung Twitter loswerde). Noch viel weniger kann ich sagen, warum ich mich jetzt gerade bemüßigt fühle,* wieder loszubloggen, wo ich doch sonst überall und jederzeit klage, dass ich aus eigentlich nicht ganz greifbaren Gründen derzeit furchtbar im (Freizeit-) Stress bin. Aber das hier wären ja auch nicht meine Gedanken, wenn es wirklich Sinn machen würde.

Die letzten Monate habe ich mir immer mal kurze Notizen, meist in Form einer Eintragsüberschrift, über Dinge gemacht, die ich mal bloggen wollte. Diese Eintrags-Ansätze habe ich dann genau niemals tatsächlich geschrieben und jetzt fühlt sich das meiste davon etwas überholt an. Aber ich habe trotzdem gerade Lust, das mal anzureißen. Also:

(weiterlesen…)

  1. * Ich nehme mal an, der Ausdruck ist im weitesten Sinne von "Muse" abgeleitet. ^

Bitte entscheiden Sie sich jetzt

Wer sich noch nicht sicher ist: www.wen-waehlen.de

Sozusagen Wahl-O-Mat in besser, weil auch mit Direktkandidaten, soweit sie sich dazu herabgelassen haben, sich zu äußern.*

Meine handverlesene Leserschaft weiß ohnehin, wen ich die Fünf-Prozent-Hürde nehmen sehen will, daher erspare ich uns allen ermahnende Worte.

[via sorry, hab ich vergessen, aber Wahlbeteiligung trumpft heute mal Blogetikette netzpolitik.org]

PS, 16 Uhr: Nochmal Politik in all ihrer bundesdeutschen Schönheit erleben, am Beispiel des SPD-Europawahlkampfs? “No, we can’t” auf dem Freitag [ebenfalls via netzpolitik.org]

  1. * Die für mich beiden Kandidaten für Hamburg-Mitte waren zumindest so freundlich. ^

Look First, Then Stare

Handschuhe, Schals, Wollmützen. Im Juni.

This is madness. Madness, I tell you!

Soso

wahl-o-mat

Das Wort „Politikverdrossenheit” bekommt eine ganz neue Dimension…

Kein schöner Land

Nachdem ich jetzt dreieinhalb Tage im Bett und auf der Couch dahingesiecht bin und eigentlich jedes Mal, wenn ich Richtung Fernseher guckte, groß und rot das Wort “SWINE FLU” lesen durfte,* und ich mich die ganze Zeit ein bisschen freute, dass zumindest der Ton aus ist, damit ich nicht im Detail überprüfen kann, wie stark die Schweinegrippe-Symptome meinen eigenen schweinischen Grippesymptomen ähneln, dann möchte ich, wenn ich mich schon unter Aufbringung aller meiner noch vorhandenen körperlichen Kräfte zur Post schleppe, nicht auch noch das hier auf der DVD-Folie lesen:

caprica
  1. * Wegen der einzig noch relevanten Fernsehsendung ist CNN eingestellt. ^

Goldfischglas

Manchmal trete ich mit etwas Verwunderung einen Schritt neben mich und schüttle den Kopf über mich selbst.

Zum Beispiel, wenn ich feststelle, dass ich nur sehe, ob jemand gerade im ICQ bzw. Skype online ist, aber nicht erkennen kann, ob er oder sie gerade wirklich am Rechner ist bzw. wo sie oder er sich mit dem Rechner gerade aufhält.

“Wie altmodisch ist das denn?!” denke ich dann kurz, komme ins Stocken, denke an Isaac Asimovs wundervolle Kurzgeschichte “The Dead Past”,* schüttle wie gesagt den Kopf über mich – und frage mich, ob das eigentlich noch so lange hin ist.

  1. * Wer will, findet in der Wikipedia eine Zusammenfassung, die dann auch gleich den Titel dieses Eintrags erklärt. ^

Walsrode, wir kommen

Wenn man am Sonntag um 8:50 mit allen Kollegen vor der verschlossenen Tür der Firma am steht, weil der Wachmann noch nicht da ist um aufzuschließen; es nieselt fröhlich vor sich hin; alle sind innerlich eigentlich noch im Bett; keiner hat Bock; die meisten beneiden Victor, der als einziger die Voraussicht hatte, sich einen Kaffee zu kaufen …

… dann fühlt sich das irgendwie an wie morgens vorm Schulausflug, merkte ich gerade.

(Kann natürlich auch damit zu tun haben, dass mir das Thema Schule die letzten Tage immer mal wieder hochkommt. [Und ich bin mir bewusst, dass "hochkommen" doppeldeutig ist.])

(Für Zugereiste: Vogelpark Walsrode)