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Archiv für Februar 2009

Burn, Baby

Der Lukas hat “Nick and Norah’s Infinite Playlist” gesehen* und eine nur so mittelmotivierende Kritik geschrieben. In einer bezeichnet er dabei Mix-CDs als “bizarren Anachronismus”, und dem muss ich mal energisch widersprechen, weil ich zufälligerweise gerade neulich zu der eigentlich völlig zusammenhangslosen Erkenntnis kam,** dass eben genau Mix-CDs die legitimen Nachfolger der Mixtapes sind und keineswegs Playlists, wie sowohl Lukas als auch der Filmtitel vorschlagen. (Der Film selbst anscheinend nicht.)

In eigentlich allen mir bekannten Haushalten kann man CDs “mal eben so” auflegen und dann durch die besten vorhandenen Boxen hören. Playlisten laufen über , Laptop-Squeaker oder Kopfhörer. Ich habe höchsten zwei, drei Mal für Feten ein Kabel durch den Flur zur Anlage gelegt, aber das wäre doof auf die Dauer. (Kabel im Flur, wo kämen wir denn da hin?!)

Und natürlich lassen sich CDs auch bei Bedarf binnen 5 Minuten in portable Musik umwandeln. -Gekrampfe fällt ja aus.

Nach dem Download von Radioheads “In Rainbows” stellte ich ja fest, wie wichtig der Moment des CD-aus-dem-Regal-Holens (und des Dabei-dann-etwas-schönes-in-der-Hand-Habens) ist. Das mag mein persönliches Problem sein.

Aber vor allem: CDs sind kurz*** und so eine Einschränkung ist wie immer in der, ahem, Kunst enorm fruchtbar. Ich bin kein Anhänger der in “High Fidelity” geäußerten Regeln zum ‘Flow’ eines Mixtapes, aber Überlegung gehört natürlich sehr wohl dazu. Und nichts fördert überlegte Emotionen mehr — und zwingt zur Auswahl der wirklich besten Stücke — als eine Zeitbeschränkung von, oh, sagen wir 80 Minuten.****

Was mich dann irgendwie an den Beginn meiner Blogger”karriere” zurückbringt, die ich mit den Worten “Inkonsequenz ist etwas Wunderbares” begann — mein letztes Mixtape war eine Doppel-CD…

  1. * Läuft der schon? Ich kriege ja gar nichts mehr mit, hier. ^
  2. ** Nachdem Christian und Stini meine -DVD geguckt haben. ^
  3. *** Früher waren sie im Vergleich zur LP mal furchtbar lang, aber eine einzelne CD reicht mir heute nichtmal für den Weg zur Arbeit und zurück. Im Falle der heute wieder so beliebten reichen nichtmal zwei. ^
  4. **** Dass das zehn oder zwanzig Minuten weniger sind als bei einem Mixtape will ich jetzt nicht irgendwie hochsterilisieren. ^

The Love You Bring

Won’t mean a thing
Unless you sing.
Sing, sing, sing.

Hmm. Nee, das muss man hören, damit es schön wird.

Imprägnierung

im Seitennahtbereich lässt zu wünschen übrig.

this_socks

Aber das Schneeglitschen war’s absolut wert.

There Once Was a Man from Peru

Whose limericks were really haiku.

But I digress.

Diese Reaktion auf eine pissige Beschwerde in einem Forumsthread mit Haikus* hat mich gerade sehr glücklich gemacht:

Originally Posted by shinyblackkitty:
haikus are overrated

Maybe you’re into

This thread is haiku

[via USA erklärt]

  1. * Zum Co-op-Zombie-First-Person-Shooter “Left 4 Dead”, nur falls das jemand anklickt und sich über Beiträge wie diesen wundert:

    Zombies keep coming
    Though my bladder is bursting
    I can’t leave my friends

     ^

My Flower

Au au au au au.

A Second Saved Is a Second Earned

Mir fiel gerade auf, dass ich durch die Benutzung eines nicht wirklich existenten deutschen Wortes enorm Zeit sparen kann. Statt: “Ja, Russland, da hat eine Freundin von mir geheiratet. Und ist da hingezogen. Also, hingezogen ist sie schon ein paar Monate vorher” oder was ich mir üblicherweise so abstammle, ist die Variante: “Ja, Russland, da hat eine Freundin von mir hingeheiratet” deutlich klarer und eben zeitsparender.

(Wow, “hingeheiratet”. Ein so offensichtliches Wort mit gerade mal 171 Treffern bei Google.)

“Holy Impersonal Postings, Batman! This Blog Is Just a Collection of Weblinks Anymore.”

Ich bin ja gar nicht so der große Comic-Leser, schon gar nicht Superhelden-Comics*, aber bei John August fand ich einen Link zu einem (für mich, was in diesem Fall vermutlich eine sehr starke Einschränkung darstellt) hochinteressanten Artikel über comic book lettering.

Und ja, mir ist schmerzlich bewusst, dass meine Blogeinträge hier, gerade seit Anfang des Jahres, immer mehr aus Internet-Fundsachen bestehen, aber meine schon mal erwähnte andere Freizeitbeschäftigung nimmt sehr viel von meiner Energie und Zeit** ein und einen Großteil meines Drangs zur schriftlichen Kommunikation lebe ich dort aus. In der Summe blogge ich jetzt, glaube ich, sogar mehr als früher, nur eben nicht mehr alles hier.

Ich würde jetzt gern sowas schreiben wie: “Das wird in x Wochen wieder anders”, aber x wäre eine ziemlich große Zahl, auf jeden Fall zweistellig, deshalb lasse ich das einfach und hoffe, dass meine zahlreichen Verweise auf unser Hörspielblog irgendwie tröstlich sind.

[wtf]

  1. * Wobei ich in D.C. Universe: The Stories of Alan Moore sogar die Superman-Geschichten mag. ^
  2. ** Besonders der am Rechner verbrachten Zeit, aber es liegt z.B. auch seit über zwei Wochen eine halbgeguckte Folge (die zweite!) von in meinem DVD-Player, von der ganzen ersten Hälfte von Season 4 oder “The West Wing” ganz zu schweigen; und wer da rechts meine zuletzt geguckten Filme verfolgt, wird merken, dass da auch kaum noch was passiert. ^

O tempo’a, o mo’es

Riesenseufzer

[via The "Blog" of "Unnecessary" Quotation Marks]

[wtf]

Obacht

crash800

[via Dark Roasted Blend]