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Archiv für August 2008

Hinten oben 10

In Volksdorf führe die U-Bahn alle zehn Minuten, hieß es, weiter draußen am Buchenkamp nur alle 20.

Stimmte natürlich, wusste ich aber, und es war mir vor allem völlig Wurst, bei 24 °C und strahlend blauem Himmel und der Aussicht auf eine Zeit mit nur mir und dem Wetter.

Dass der Weg direkt nach Volksdorf bei meinem letzten Versuch im Endspurt einige Überraschungen und Verknotungen bereithielt, stimmte auch. Dass er darüber hinaus ewig an einer nichtendenwollenden, schnurgeraden und damit stinköden Hauptstraße (für Volksdorfer Verhältnisse) entlangführt, war ein viel gewichtigeres Argument, fiel mir aber in dem Moment gerade nicht ein. Vielleicht u.a. deshalb, weil ich eigentlich überhaupt keine Veranlassung sah, mich für meinen Weg zur U-Bahn zu rechtfertigen.

Trotzdem fühlte sich der (bekannte, weniger befahrene und zwar auch schnurgerade, aber nicht so lange) Weg den Buchenkamp entlang irgendwie zu einfach an. Weshalb ich diesen kleinen parkartigen Weg – gefühlt Richtung U-Bahn Volksdorf –, der sich plötzlich zur Linken auftat und den ich noch nie bemerkt hatte, irgendwie wahnsinnig einladend fand.

Und als ich kurz fragte,* ob ich vielleicht da längs gehen sollte, war die Antwort recht kurz und irgendwie indirekt, aber dabei auch sehr eindeutig:

Tatsächtlich konnte ich mich diesen Weg trotz etlicher Abzweigungen und ein paar Straßenüberquerungen – und nicht zu vergessen dem Volksdorfer Stadtteilfest – direkt zur U-Bahn "entlangfühlen". Sicher war das nicht die kürzeste Strecke, aber es war auf jeder Fall die weitaus schönste, und vor allem habe ich wundervolle Ecken von Volksdorf entdeckt, von denen ich vorher überhaupt nichts wusste.**

(Und an der U-Bahn Volksdorf traf ich dann noch Wolfgang, der fünf Minuten vor meinem Aufbruch per Auto mitgenommen worden war – so viel zu lang kann mein Weg also nicht gewesen sein.)

  1. * Nein, hier fehlt ^
  2. ** Dass ich damit von Siegmar aus im Wesentlichen den Pastorenstieg entlanggegangen bin, ließ mich kurz vorm Schwimmbad dann nochmal schmunzeln. ^

Fehlplanung

Eine der schönsten Sachen an dem Flug nach Magadan waren die Aeroflot-Schlafmasken, die es auf dem Hinflug gab. Da wir üblicherweise so von 4 Uhr bis 12 Uhr schliefen, Dunkelheit im August in Sibirien gerade mal von ca. 23 bis 5 Uhr herrscht und Christians und mein Zimmer keine Vorhänge hatte, waren sie ein wahrer Segen. (Das Bild zeigt sie in, äh, Aktion beim Warten auf den Anschlussflug von Moskau nach Novosibirsk.)

So wie das hier diese Woche mit der Dreckssoftware läuft*, ärgere ich mich, dass ich keine von den Aeroflot-Kotztüten mitgenommen habe.

  1. * Eine unglaubwürdige aber unglücklicherweise nicht zu leugnende Häufung von noch nie gesehenen Fehlern, die sich jeder Lösung widersetzen. ^

Noch ein Monat

bis ich vermutlich das nächste Mal ins Kino gehe, und dann gleich zweimal:

"Wall·E":

"Der Baader-Meinhof-Komplex":

Klammer auf

Nachtrag zu Donnerstag: Am Freitag mittag funktionierte die Rückfahrt, äh, nicht ganz so. Wegen einer Demonstration der "Klimagegner"* kam der Ersatzbus eine halbe Stunde lang nicht zu der Haltestelle durch, an der die U-Bahn endete.

Mann, war mir das egal. Kann natürlich mit an dem guten Buch gelegen habe, das ich gerade verschlinge.)

  1. * O-Ton des HVV-Umsteigebetreuers ^

I’ll Be Back

Ich bin wieder da, aber ich bin noch weg. Irgendwie bin ich nirgendwo, ein bisschen.

Ich mochte, wie und mit wem ich da war, wo ich es irgendwie nicht mochte, und jetzt bin ich da, wo ich es mag, da wo ich hingehöre — aber eben irgendwie nicht ganz.

Wenn es mir dabei schlecht ginge, wäre das zumindest klar. So ist es nur … komisch.

Geich steige ich in die U-Bahn, die gerade wegen Brückenbauarbeiten nicht durchfährt, und werde nach vier Stationen einen Ersatzbus vorfinden, der mich mit dem geringstmöglichen Zeitverlust drei Stationen weiterfährt, wo ich wieder in eine S-Bahn steigen werde, die mich nach Hause bringt. Das wird mit großer Wahrscheinlichkeit die nächsten elf Arbeitstage genauso gut klappen wie heute morgen.

Ich glaube, ich sollte mich einfach freuen, dass mir das auf einmal auffällt.

Unscharf aber wahr

Weitere Details folgen. (Eventuell sogar in Textform, aber ich will nichts versprechen.)