Irgendwie nicht dasselbe

Eigentlich wollte ich diesen Eintrag Mittwoch abend schreiben und darüber lamentieren, dass ich kurz zuvor gerade so in Hamburg gelandet bin, dass ich es nicht mehr nach Duvenstedt für einen kurzen Abschied direkt vor der Abfahrt nach Schönefeld schaffe.
Weil ich mir am Samstag dachte, dass ich Mittwoch abend vielleicht zu müde (oder zu frustriert) sein würde, um das dann zu schreiben, habe ich das schon mal vorgeschrieben: "Mir war das ja schon lange klar, aber jetzt ist es wirklich passiert: Ich habe es nicht mehr geschafft, mich am Abfahrtstag zu verabschieden."
Ist aber Mist, dachte ich, das da schon so negativ aufzuschreiben. Also schrieb ich darunter noch eine Alternative: "Ich dachte ja, das würde nicht klappen, aber eben konnte ich mich nochmal kurz verabschieden." Delete as appropriate.
Und wie immer, wenn ich momentan versuche, irgendwas zu planen, war beides unnötig: Es hat nicht nur für einen kurzen Abschied gereicht, sondern gleich für einen ganzen Nachmittag.
Aber eigentlich hatte ich auch schon letzten Sonntag gemerkt, dass alles mal wieder anders ist … die feuchten Augen, eigentlich für den Abschied eingeplant, hatte ich am Mittag bei einem Filmchen, dass ich eigentlich instinktiv als kitschig bezeichnen würde, wenn man mir davon erzählt hätte* … der eigentliche Abschied war auch irgendwie nicht am Abend an der Tür vom Hauswirtschaftsraum (oder vorhin vorm Carport), sondern ein völlig ungeplanter und eigentlich gar nicht sooo furchtbar langer oder mit hochwichtigen Gesprächen durchsetzter Spaziergang durch den Jenischpark … der eigentliche eigentliche Abschied, das vorläufig letzte Treffen auf europäischem Boden, war (beide Male) gar nicht so schlimm, gar nicht so dramatisch in dem Moment.
Ist ja auch nur für acht Wochen.
Vielleicht schreibe ich dann Mitte August sowas wie Stini neulich** und der Abschied wird auch meinerseits ganz furchtbar tränenreich … aber vielleicht ist auch dann alles völlig okay so und einfach … richtig.





