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Archiv für Mai 2008

Irgendwie nicht dasselbe

Eigentlich wollte ich diesen Eintrag Mittwoch abend schreiben und darüber lamentieren, dass ich kurz zuvor gerade so in Hamburg gelandet bin, dass ich es nicht mehr nach Duvenstedt für einen kurzen Abschied direkt vor der Abfahrt nach Schönefeld schaffe.

Weil ich mir am Samstag dachte, dass ich Mittwoch abend vielleicht zu müde (oder zu frustriert) sein würde, um das dann zu schreiben, habe ich das schon mal vorgeschrieben: "Mir war das ja schon lange klar, aber jetzt ist es wirklich passiert: Ich habe es nicht mehr geschafft, mich am Abfahrtstag zu verabschieden."

Ist aber Mist, dachte ich, das da schon so negativ aufzuschreiben. Also schrieb ich darunter noch eine Alternative: "Ich dachte ja, das würde nicht klappen, aber eben konnte ich mich nochmal kurz verabschieden." Delete as appropriate.

Und wie immer, wenn ich momentan versuche, irgendwas zu planen, war beides unnötig: Es hat nicht nur für einen kurzen Abschied gereicht, sondern gleich für einen ganzen Nachmittag.

Aber eigentlich hatte ich auch schon letzten Sonntag gemerkt, dass alles mal wieder anders ist … die feuchten Augen, eigentlich für den Abschied eingeplant, hatte ich am Mittag bei einem Filmchen, dass ich eigentlich instinktiv als kitschig bezeichnen würde, wenn man mir davon erzählt hätte* … der eigentliche Abschied war auch irgendwie nicht am Abend an der Tür vom Hauswirtschaftsraum (oder vorhin vorm Carport), sondern ein völlig ungeplanter und eigentlich gar nicht sooo furchtbar langer oder mit hochwichtigen Gesprächen durchsetzter Spaziergang durch den Jenischpark … der eigentliche eigentliche Abschied, das vorläufig letzte Treffen auf europäischem Boden, war (beide Male) gar nicht so schlimm, gar nicht so dramatisch in dem Moment.

Ist ja auch nur für acht Wochen.

Vielleicht schreibe ich dann Mitte August ** und der Abschied wird auch meinerseits ganz furchtbar tränenreich … aber vielleicht ist auch dann alles völlig okay so und einfach … richtig.

  1. * Hier darf gern eine Spur Selbstkritik hinein- oder herausgelesen werden. ^
  2. ** Auch wenn ich nicht auf 22, sondern gerade mal etwas über 2 Jahre zurückblicken kann. ^

From Academy Award Winners Joel and Ethan Coen

, für den die beiden den eingangs erwähnten Oscar gewonnen haben, fand ich ja nicht so umwerfend. Aber das hier, das hier ist toll:

Gibt’s auch in groß und schön bei Apple. Funktioniert aber nur, wenn iTunes installiert ist, weil in dem Trailer mehrfach "Shit" und andere furchtbare Worte gesagt werden und deshalb selbstverständlich eine Altersprüfung notwendig ist. (Stört’s, wenn ich kurz theatralisch mit den Augen rolle?)

[via AICN, F5]

Neuland

Manchmal macht auch ein alt*eingesessener Hamburger wie ich was Hamburgisches zum ersten Mal.** Heute: Mit einer Hafenfähre des HVV fahren, genauer gesagt nach Finkenwerder. Da kommt man zwar auch per Bus hin, aber der Weg führt durch den Elbtunnel, was am Freitag nachmittag kaum zu empfehlen ist, schon gar nicht bei knapp 28 °C.

Auf dem Sonnendeck sitzend und die Sonne und den Fahrtwind genießend, fiel mir während der knapp halbstündigen Rückfahrt auf, dass es neuerdings durchaus gesund wirkende Leute gibt, die … blasser sind als ich.

Wo die wohl auf einmal herkommen.

(Mit der Fähre 62 kommt man übrigens auch ganz prima zum und wenn man in Finkenwerder in die 64 umsteigt sogar direkt nach Teufelsbrück zum Fußende des Jenischparks.)

  1. * !  ^
  2. ** Auf dem Fischmarkt war ich allerdings auch noch nie. ^

Ich wollte nicht mehr über sowas lästern

… wirklich nicht. Aber hierfür bin ich einfach noch nicht stark genug:

Nachtlicht

Seit ich direkt neben meinem DVD-Regal schlafe, fällt mir jeden Abend aufs neue auf, dass Teile der Box von Futurama Season 4 im Dunkeln leuchten.

Wollte ich nur mal erwähnt haben.

“Haben Sie’s erkannt?”

Nein, hatte ich nicht. Die Interpreten des grauenvollen Schlagers, der bei Karstadt gestern in Auszügen aus den Lautsprechern gedröhnt hatte, während ich ein neues Hemd kaufte ohne irgendwie Geld auszugeben durch die Tom-Tailor-Ecke schlenderte, hatte ich vollständig verdrängt, seit es nicht mehr gab.

Judith und Mel, bewusste Interpretinnen, sind demnächst bei Karstadt in Hamburg-Wandsbek. Den genauen Termin habe ich mir nicht gemerkt, aber ich würde empfehlen, das betreffende Kaufhaus bis dahin nur im Laufschritt zu durchqueren; es droht sonst die Gefahr, eines "Mein Hawaii heißt Norderney"*-Ohrwurms.

  1. * Offenbar ein Lied aus dem nahezu allumfassenden Schlager-Zyklus "Was brauch ich die Welt, ich hab doch Deutschland". Eine Einstellung, die man ja sonst eher den Amerikanern nachsagt. ^

Ein bisschen wie Eugène Colère

… fühlte ich mich, nachdem ich Joxannas Bremerhavener Nummer aus meinen Telefonen gelöscht habe* und weiß, dass ich das in einer Woche auch mit ihrer Handynummer machen kann.

(Der Anlaß ist natürlich ungleich schöner.**

Für sie, jetzt, vor allem.)
 

  1. * Obwohl ich durch einen Gesprächsfetzen vom letzten Samstag irgendwie das Gefühl habe, dass sie eh schon seit einer Weile gar nicht mehr gestimmt hätte, oder eben letzte Woche gerade doch wieder oder so. ^
  2. ** Bitte ggf. ca. 42 Sekunden Geduld haben. ^

Planlos (und vage)

Ich zelebriere seit einiger Zeit die Planlosigkeit. Nicht komplett und überall, natürlich: Kinokarten und U-Bahn-Verbindungen z.B. bestelle ich immer noch vor respektive – alles, was Punktlandungen erfordert, eigentlich.

Aber sonst so macht es eigentlich einfach nur Spaß, nicht genau zu wissen, wohin – und über welche Umsteigebahnhöfeflughäfen – die sprichwörtliche Reise im Detail geht und mir nicht über jeden Scheiß selbst Gedanken, Sorgen und Fallback-Pläne zu machen, sondern einfach ein bisschen vor mich hin zu . Quasi mit dem Wespenstich im Knöchel (oder dem Auto auf dem Standstreifen)* zu singen statt zu fluchen.

So hinterfrage ich gerade auch gar nicht groß, warum ich eigentlich momentan überhaupt keine freie Zeit** habe und finde es eigentlich auch vor allem lustig, dass meine für diese Woche gefassten Absichten durch fremde Urlaubspläne durchkreuzt wurden (was damit zu so einer Art Motivations-Aufrechterhaltungs-Training mutiert).

  1. * Alles rein hypothetisch, versteht sich. ^
  2. ** Das ist nicht dasselbe wie "keine Freizeit". ^

Globetrotter für Mädchen

 

How Not to Promote a Movie

Erst fast zwei Minuten voller Begeisterung erzählen, wie toll der eigene Film ist, und dann den lahmstmöglichen Ausschnitt hintendran zeigen: Danke für die Demonstration, .

Das lässt die (ja immer eigentlich mit etwas Vorsicht zu genießende) Preview-Kritik von Donnerstag sehr plausibel klingen. Dabei wäre ich fast geneigt gewesen, es nochmal zu riskieren. (Mein letzter Shyamalan-Film war .)

Und Zooey Deschanel ist zwar niedlich wie immer, aber auch ihr liegen die Dialoge wie heißes Blei im Mund.

[via Ain't It Cool News]