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Archiv für April 2008

To Do It Right, Child

Manch eine wird jetzt sicher wieder angewidert den Kopf schütteln, aber diese Seite mit "beliebten Rechtschreibfehlern" zu lesen macht mich richtig glücklich. (War einer der ersten Google-Treffer, als ich nochmal checken wollte, dass "" wirklich ein Wort ist.)

Ist ja jetzt aber auch irgendwie nichts neues, insofern werden wir alle damit leben müssen.

[wtf]

Spam, Eggs, Bacon, Spam, Spam and Spam

Seit ich GMail* benutze, bekomme ich praktisch gar keinen Spam mehr, so dass A Spam a Day jetzt einen Ehrenplatz in meinem Google Reader** hat:

[via]

  1. * "mail.trioptimum.com is powered by Google Mail." ^
  2. ** Ja, bald wird Google alles über mich wissen. Aber lieber die als GMX^

Ich habe Farben

Zugegeben, die meisten davon sind Rottöne, aber egal. Ich trage sie heute sogar auf der Arbeit kurzärmlig zur Schau. Geilomaat.

Allerdings macht mich die Zahl da rechts unterm Kalender langsam etwas wuschig. Im Gegensatz zu anderen Personen auch nicht ausschließlich in Form von Vorfreude.

Hätte ich das jetzt in zwei getrennten Blogeinträgen schreiben müssen, weil es so ungefähr gar nichts miteinander zu tun hat?

Whoa

 

Bei uns ab 28. Juli.*

(Irgendwie schon wieder – wenigstens in meinem Kopf – ein -Bezug. Was ja nichts schlechtes ist.)

[via]

  1. * Frak, da bin ich gar nicht da. :-| ^

Mein morgendlicher Arbeitsweg

… perfekt eingefangen (auch wenn ich gar nicht Bus fahre):


"Commuters" von Rich Hinchcliffe

[via]

Vergangen

Du sagst: Ich bin ein Fan, weil ich eure Lieder schon seit Jahren kenn.
Werd auf jeden Fall die neue Single kaufen, oder aber brenn’.
[...]
Vorbei ist die Goldgräberstimmung in der Musikindustrie
und nun heult jeder rum, es ginge so mies wie noch nie.
Und schuld daran sei’n die ander’n, die Kids mit "No Future"*als Slogan,
die sich die Hits am Computer downloaden
Glauben wir das? Uh-uh**, das glauben wir nicht;
entweder brauchen wir das oder wir kaufen es nicht.***
(Fettes Brot · Welthit)

Was wollte ich gestern eigentlich sagen, fragte ich mich vorhin. So ganz das, was in der Überschrift steht (vom haarspalterischen Aspekt mal abgesehen) eigentlich nicht. Ist heute sicher irgendwie altmodisch und un, aber ich persönlich bin ja kein Nutzer von und vertrete die eher kontroverse These, dass die legitime Nutzung für Copyright-freie Riesendateien wie z.B. Zak McKracken 2 nur ein Nebenprodukt davon ist, dass "eh jeder CDs und Filme eselt" und eher scheinheilig als Legitimation verwendet wird. (Gelegentlich lasse ich mir mal ein bisschen US-Fernsehen in Divx-Form in die Hand drücken, aber wenn ich davon mehr als eine Handvoll Folgen gucke, kaufe ich auch die DVDs, sobald möglich.)

Somit teile ich nicht so ganz die Meinung Renés von Nerdcore, aber er hat dennoch einen guten Punkt****: The times, they are a-changin’, und irgend etwas muss und wird passieren. Da können noch so viele "Raubkopierer, ihr werdet bald im Knast vergewaltigt"-Spots im Kino laufen und User mit horrenden Schadensersatzforderungen konfrontiert werden, aufhören wird die Kopiererei nicht. Als damals Napster dichtgemacht wurde, waren die Alternativen schon lange verfügbar. Vielleicht findet jemand demnächst eine Möglichkeit, die betreffenden Dateien "technisch gesehen" auf Servern in Russland oder Liechtenstein oder Taka-Tuka-Land abzulegen oder oder oder.

Die GEMA-Gebühr war schließlich auch nur eine Reaktion auf die plötzlich entstandene Möglichkeit des Kopierens. Vielleicht ist ja die Kulturflatrate die beste Lösung. Dass den Traum der Unterhaltungsindustrie, den Überblick über jeden Download, jedes Kopieren, jedes Abspielen eines Films zu behalten, von niemandem akzeptiert wird, wird ja mittlerweile langsam verstanden, vgl. iTunes (Plus) oder die Tatsache, dass die PlayStation 3 (von Sony!) Divx-Filme vom USB-Stick spielt.

Ich bleibe gespannt.

Nachtrag, 25. April: René hat bei Nerdcore noch mehr dazu geschrieben.

  1. * Musste für den Reim wohl sein, aber "No future" habe ich lange vor Beginn der Neunziger das letzte Man gehört. ^
  2. ** Verneinender Laut, im Deutschen gesprochen ähnlich "äh-äh". Keine Ahnung, wie man das schreiben soll. Die Amis schreiben es so. ^
  3. *** "Und danach rauchen wir was oder wir saufen uns dicht / fliegen besoffen nach Hause und landen auf’m Gesicht", war jetzt fürs Thema irgendwie nicht mehr so relevant, sei hier aber des Flows halber noch erwähnt. ^
  4. **** Hätte ich jetzt fast geschrieben. ^

Raubkopierer sind keine Verbrecher

… denn Raubkopieren ist kein sondern ein , wie sich aus StGB und Urheberrecht ergibt. So weit, so six months ago*. Um diese Spitzfindigkeit soll es aber gar nicht gehen.

Sondern: Ich bin vorhin endlich mal über etwas halbwegs ernstzunehmendes zum Thema "Der Filmindustrie gehen durch Raubkopien x Mio. Dollar pro Jahr verloren" gestolpert.** Gemäß einer Studie der Bauhaus-Universität Weimar sind es rund 193 Mio. Euro in Deutschland. Das ist viel Holz***, ja, aber eben nicht die üblicherweise eingesetzte Fantastilliarde. Die Studie behauptet, soweit ich das überblicke, nirgendwo von sich, repräsentativ zu sein, und lässt m.E. wichtige Zusammenhänge außer acht****, aber immerhin ist die Aussage, dass die Zahl der Kinobesuche sowie geliehener und gekaufter DVDs zwischen 10 und 15 % höher läge, mal eine Hausnummer, die ich interessant und glaubhaft finde. Laut der Studie selbst liegt sie knapp bei der Hälfte der von der Filmindustrie genannten Zahl.

(Die Webdarstellung der zugehörigen Pressemeldung — das muss ich mal sagen, ohne jetzt die betreffende Hochschule verunglimpfen zu wollen — ist aber schon irgendwie traurig***** für eine Uni, die auch einen Studiengang "Mediengestaltung" anbietet, bei dem ich im Jahre des Herrn 2008 mal davon ausgehen darf, dass auch die publizistische Schiene "online"****** berücksichtigt wird.)

[via] [via]
[wird mir keiner glauben, aber dass ich auf eine Studie von ausgerechnet Prof. Dr. Hennig-Thurau gestoßen bin, ist wirklich Zufall; if you believe in such things]

 

  1. * Es gibt eine ganze Website, die sich diesem Thema widmet. ^
  2. ** x ist hierbei in aller Regel ∈ H, der Menge der horrenden Zahlen. ^
  3. *** Da muss eine alte Frau lange für stricken. ^
  4. **** Leute, die sich Filme als illegale Kopie ansehen, welche sie sonst nicht die Bohne interessiert hätten, oder den zeitlichen Vorsprung, den die heruntergeladene Kopie des aktuellen Kinofilms gegenüber der Leihmöglichkeit auf DVD hat, fallen mir spontan ein. Auch der Rückgang von DVD-Verkäufen ist schwierig direkt mit Downloads in Verbindung zu bringen, da durch die DVD das Kaufen von Filmen überhaupt erst "Mainstream" wurde (wer hatte schon mehr als ein oder zwei VHS-Kaufvideos zu Hause, wenn überhaupt) und die Internet-Geschwindigkeit zu Hause, die das Downloaden von Filmen in endlicher Zeit ermöglichte, dem nur wenig hinterherhinkte. Insofern dürfte das Nachlassen des "Reizes des Neuen" (vor allem der Ende der Neunziger plötzlich umwerfenden Bildqualität) die Messung etwas versauen. ^
  5. ***** Das Konzept der HTML-Liste scheint nicht geläufig zu sein, ebensowenig kam man dort auf die Idee, die Studie zu verlinken, obwohl sie sich mit Google leicht auf dem Server der Uni finden lässt [pdf, 232 kB]^
  6. ****** Um mal ein Wort aus dem Internet zu gebrauchen. ^

Nachträgliches Zungenbrecherlein

"… schriftstellerisches Stilmittel …"

Daa da-DA-daaa da-da-daaa

Beim Lesen dieses Artikels über Harrison Ford fiel mir plötzlich und überraschend unerwartet ein, dass ein neuer Indiana-Jones-Film (ab 22. Mai im Kino*) ja auch bedeutet, dass es einen neuen Indiana-Jones-Soundtrack geben wird, da sich ja dankenswerterweise auch im stolzen Alter von 76 Jahren noch nicht zur Ruhe gesetzt hat.

Wenn jetzt noch der Tailer einen guten Film versprechen würde …

[via]

  1. * Außer in Ägypten, Belgien, Marokko und Frankreich, wo er schon am 21. anläuft. (Wehe, Sie verraten das Ende, Frollein F!)  ^

Äh, ja?