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Wie soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?

Ich überlegte kurz, ob ich mich verwählt hatte oder ob vielleicht ihre mir noch nicht so vertraute neue Mitbewohnerin ans Telefon gegangen sein könnte. Aber ich hatte ihre Nummer gewählt und die Frau hatte sich mit dem Namen meiner Hauptdarstellerin gemeldet – also war ich vorsichtig zuversichtlich und machte erstmal so weiter, wie ich das vorgehabt hatte, auch wenn mir die Stimme am anderen Ende der Handyverbindung absolut nicht bekannt vorkam.

„Ja, klar”, entgegnete sie auf meine Frage, ob sie die finale Aufnahme am Samstag noch auf dem Zettel habe.

Sie hielt den Bruchteil einer Sekunde inne, weil sie des eigentlich recht offensichtlichen Problems gewahr wurde. „Also”, krächzte sie weiter, „wenn meine Stimme dafür dann wieder gut genug klingt. Ich bin ein bisschen erkältet.”

„Ach”, hörte ich mich sagen.

War diesmal nicht mal ein Traum.

Macht nix; verschieben wir den Termin halt. Gibt ja auch so noch .

Avatar

Ja.

"Avatar" ist dann irgendwie genau so, wie ich mir das vorgestellt habe. Was natürlich irgendwie genervt hat, wo ich mir schon damals nicht auf dem Fantasy Filmfest angeguckthabe, weil der Ethno-Quark so albern klang.

Aber das 3-D hat Spaß gemacht und rechtfertigt einen dritten Stern — und ließ mich über weite Strecken verschmerzen, dass ich mir dafür die synchronisierte Fassung anschauen musste. (Obwohl, deutsch ausgeprochen klingt "Unobtanium" schon besonders sinnbefreit.)

Love Is Blu

Auch wenn ich momentan noch nicht das Geld beisammen habe, um mir einen Full-HD-Fernseher in der mir vorschwebenden Größe (50 oder 52 Zoll) zu kaufen, bin ich jetzt wenigstens schon mal unter die Blu-Ray-Player-Besitzer gegangen. Von der HD-Bildqualität habe ich natürlich erstmal noch nichts — oder zumindest fast nichts, Blu-Ray-Discs sehen halt bei mir momentan aus wie DVD mit sehr, sehr guter Bildqualität –, aber ich kann wenigstens jetzt Filme auf "zukunftssicheren" Silberscheiben kaufen. Und da mein Player die neuen HD-Tonformate dekodiert und auf 5.1-Kanälen über schnöde Cinch-Kabel auszugeben vermag, komme ich wenigstens schon mal in den Genuss des selbst auf meiner Nicht-Ultra-Hifi-Anlage merklich klareren Surroundsounds.

Außerdem beginnt es wenigstens in den USA langsam, dass Filme auf DVD nur als "barebones"-Fassung erscheinen und die "Special Edition" (also die Fassung mit den Extras, die ich zwar gerade nicht wirklich Zeit habe zu gucken, aber die mir trotzdem wichtig sind) nur als Blu-Ray. Im Falle des amerikanischen Blu-Ray-und-DVD-Kombipacks von zum Beispiel ist auf der DVD gerade mal der Audiokommentar (und die gerade für europäische Import-Käufer unbeschreiblich sinnlose "Digital Copy"). Sämtliche Making-of-Features sowie die 3D-Fassung* sind der Blu-Ray vorbehalten.

Seitdem ich vor ein paar Wochen den Entschluss gefasst hatte, schon ohne HD-Fernseher auf Blu-Ray umzusteigen, habe ich auch schon mal begonnen, ein paar neue Filme gleich auf Blu-Ray zu kaufen, sozusagen auf Vorrat. war bei amazon.com im Angebot (günstiger als die DVD), gab es günstig bei den britischen Kollegen (freundlicherweise kam er zusammen mit dem Player bei mir an), und wer dem Player-Link oben nicht gefolgt ist, kann spätestens jetzt merken, dass ich den Blu-Ray-Player codefree gekauft habe.

Auch wenn es mir schwerfällt, widerstehe ich dem Impuls, einfach schon mal Filme "upzugraden". Das scheitert momentan nur, wenn gerade ein Supersonderangebot auftaucht, wie neulich im amazon-Media-Adventskalender für zusammen knapp 20 Euro.

Mein bleibt aber auch erstmal angeschlossen, denn bis Blu-Ray-Player sich so komfortabel bedienen lassen wie gute DVD-Player, scheint noch etwas Zeit ins Land gehen zu müssen. (Dass sich DVD-Player einfach mitten im Film ausmachen lassen und beim nächsten Mal einfach dort weiterspielen, ist ein Feature, an dass ich mich schon sehr gewöhnt hatte.)

Aber wenn das hoffentlch irgendwann im Frühjahr dann alles im vollen HD-Glanz erstrahlt, ist mir das erstmal auch egal, denke ich.

[wtf]

  1. * Mit Rot-Grün-Brille, also kein sooo großer Verlust. ^

Never Know What You’ve Got ’til It’s Gone

darrWitzigerweise (also, für mich jetzt) entstammen die letzten Beiträge meiner kürzlichen Erkenntnis, dass das mit dem Bloggen ja irgendwie nichts mehr bringt, scheinbar, und dass ich dann eigentlich auch mal aufhören könnte, die zuletzt geschauten Filme und neu gekauften CDs zu updaten.

Mal gucken, wie lange das hält.

Dies wäre Ihr Blog gewesen – Eine Zelebration des Konjunktivs

Vielleicht hat's der eine oder die andere (← vollständige Aufzählung meiner Leserschaft, mutmaße ich) gemerkt, aber ich habe in letzter Zeit nicht so viel gebloggt. Ich kann gar nicht so genau sagen warum (außer vielleicht der Wiederholung des Hinweises, dass ich vieles an kurzen Gedänkchen einfach Richtung Twitter loswerde). Noch viel weniger kann ich sagen, warum ich mich jetzt gerade bemüßigt fühle,* wieder loszubloggen, wo ich doch sonst überall und jederzeit klage, dass ich aus eigentlich nicht ganz greifbaren Gründen derzeit furchtbar im (Freizeit-) Stress bin. Aber das hier wären ja auch nicht meine Gedanken, wenn es wirklich Sinn machen würde.

Die letzten Monate habe ich mir immer mal kurze Notizen, meist in Form einer Eintragsüberschrift, über Dinge gemacht, die ich mal bloggen wollte. Diese Eintrags-Ansätze habe ich dann genau niemals tatsächlich geschrieben und jetzt fühlt sich das meiste davon etwas überholt an. Aber ich habe trotzdem gerade Lust, das mal anzureißen. Also:

Weiter…

  1. * Ich nehme mal an, der Ausdruck ist im weitesten Sinne von "Muse" abgeleitet. ^

A New Hope

Es würde mir etwas albern/arrogant erscheinen, im Hörspielblog schon jetzt — mindestens ein Viertel-, eher ein halbes, Jahr vor Veröffentlichung der ersten Folge — über möglichen Erfolg zu spekulieren, aber hier merkt das ja zum Glück eher so niemand.

Der Plan ist ja, das Ding einfach für lau zum Download anzubieten. Auch wenn es diverse lustige Ideen gibt ("an den örtlichen öffentlich-rechtlichen Radiosender verhökern" und "für die letzte Folge Geld verlangen" sind die meistgehörten), fühlen und ich uns wesentlich wohler damit, es einfach in die freie Wildbahn (den vielzitierten "rechtsfreien Raum" Internet) zu entlassen und zu schauen, ob es und was es für Freunde mitbringt.

Ich weiß natürlich nicht, wie das funktioniert und warum das funktioniert (und ob das funktioniert), aber es fühlt sich einfach richtig an.* Und es fühlt sich an wie die Zukunft. (Überhaupt, ey, zweitausendzehn, Mann!)

Und wenn ich dann bei netzpolitik.org lese, dass es möglich ist, mit einem — berichtetermaßen großartigen — Zeichentrickfilm in gut einem Jahr $55.000 zu verdienen, obwohl oder gerade weil er kostenlos für jedermann und -frau verfügbar ist, dann füllt mich das mit Hoffnung und einem warmen Gefühl in der Magengegend, und das hat trotz der Jahreszeit nichts mit Glühwein zu tun. Und dabei geht es nur zum Teil um meinem Wunsch, reich und berühmt** zu werden, sondern darum, dass das anscheinend funktioniert. Irgendwie.

  1. * I know, I keep using that word and you might not think it means what I think it means. ^
  2. ** Gastsprecherin Stefanie gestern dazu: "Berühmt muss gar nicht sein, reich genügt". ^

Bitte entscheiden Sie sich jetzt

Wer sich noch nicht sicher ist: www.wen-waehlen.de

Sozusagen Wahl-O-Mat in besser, weil auch mit Direktkandidaten, soweit sie sich dazu herabgelassen haben, sich zu äußern.*

Meine handverlesene Leserschaft weiß ohnehin, wen ich die Fünf-Prozent-Hürde nehmen sehen will, daher erspare ich uns allen ermahnende Worte.

[via sorry, hab ich vergessen, aber Wahlbeteiligung trumpft heute mal Blogetikette netzpolitik.org]

PS, 16 Uhr: Nochmal Politik in all ihrer bundesdeutschen Schönheit erleben, am Beispiel des SPD-Europawahlkampfs? “No, we can’t” auf dem Freitag [ebenfalls via netzpolitik.org]

  1. * Die für mich beiden Kandidaten für Hamburg-Mitte waren zumindest so freundlich. ^

Worst Nightmare

„Cool”, sagte meine Hauptdarstellerin erfreut lächelnd, „dann sind wir ja in zwei Wochen wirklich fertig.”

„Na ja”, grummelte ich, um Zeit zu gewinnen, während mir zunehmends mulmiger wurde. „Das hier sind ja nur die Probeaufnahmen. Wir müssen danach schon noch mal alles richtig aufnehmen.”

Ich weiß nicht, wann mir zuletzt ein ähnlich großer Stein vom Herzen gefallen ist, als ich aufwachte und merkte, dass das unermeßlich große Problem nur im Traum eins war.

Die Sprachaufnahmen müssen jetzt langsam echt mal fertig werden.

Ungünstige Wortkombinationen

Ich bin ja ohnehin nicht so der große Schweinefleisch-Fan, aber heute in der Kantine nehme ich, glaube ich, vielleicht wirklich lieber den Blumenkohl.

schwein

I Guess You Had to be There

(Ganz zu schweigen…)

[via Wortvogel]